Der Artikel definiert Soziale Medien als internetbasierte mediale Angebote, die durch profilbasierte Kommunikation und Kooperation gekennzeichnet sind und nutzergenerierten Inhalt (user-generated content) zentral setzen. Die technische Grundlage bildet das Web 2.0, das kollaborative Elemente ermöglicht und sich vom expertenzentrierten Web 1.0 unterscheidet. Das Social Web wird als Teilbereich des Web 2.0 verstanden, der Social Media, Social Software und Social Networks umfasst. Soziale Medien lassen sich in vier Kategorien einteilen: Communication (wie Facebook und Blogs), Collaboration (wie Wikis), Multimedia (wie YouTube) und Entertainment (wie Online-Spiele). Soziale Netzwerke sind besonders populär und werden als webbasierte Dienste definiert, die es Nutzern ermöglichen, Profile zu erstellen und Verbindungen zu anderen Nutzern zu artikulieren. Eine künftige Entwicklung wird im Web 3.0 als Social Semantic Web gesehen, das Web 2.0 mit dem Semantic Web verbindet. Die ARD/ZDF-Onlinestudie belegt, dass 2018 über 90 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren online war. Facebook führt bei der wöchentlichen Nutzung mit 31 Prozent an, gefolgt von Instagram (15 %), Snapchat (9 %) und Twitter (4 %). Die JIM-Studie 2018 zeigt, dass Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren zu 97 Prozent das Internet nutzen und YouTube (63 %), WhatsApp (39 %) und Instagram (30 %) als beliebteste Angebote nennen. Es existieren geschlechtsspezifische Nutzungspräferenzen, wobei Jungen YouTube bevorzugen und Mädchen eine ausgewogenere Nutzung von YouTube, WhatsApp und Instagram aufweisen. Der Artikel betont, dass eine genaue Differenzierung zwischen den verschiedenen Begriffen (Social Web, Social Media, Soziale Netzwerke) notwendig ist, da diese unterschiedliche Aspekte des Phänomens beschreiben.