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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftJohannes Heger

WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft,

Johannes Heger

Himmel

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel untersucht, wie der Himmel als religiöses Konzept in der Religionspädagogik vermittelt werden kann. Der Autor analysiert, wie Kinder und Jugendliche sich den Himmel vorstellen und wie diese Vorstellungen sich mit zunehmendem Alter entwickeln. Dabei zeigt sich, dass Kinder den Himmel zunächst als physischen Ort verstehen, während Jugendliche lernen, zwischen naturwissenschaftlicher und religiöser Deutung zu unterscheiden. Die Herausforderung für die Religionspädagogik liegt darin, diese altersgerechten Verständigungsweisen mit der jüdisch-christlichen Glaubstradition in Einklang zu bringen.

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Johannes Hegers Artikel behandelt die Vermittlung des Himmelsbegriffs im Kontext religiöser Bildung und zeigt auf, dass 'Himmel' trotz seiner alltäglichen Präsenz ein belasteter und mehrdeutiger Begriff ist. Der Artikel identifiziert eine zentrale religionspädagogische Herausforderung: Wie können Lernprozesse zum Thema Himmel gestaltet werden, die sowohl der jüdisch-christlichen Tradition entsprechen als auch kindliche und jugendliche Verständigungsweisen berücksichtigen. Basierend auf psychogenetischen Entwicklungsstudien wird aufgezeigt, dass Vorschulkinder den Himmel als einen räumlich oben lokalisierten, überirdischen Ort verstehen, auf dem Gott und Verstorbene wohnen. Im späteren Kindesalter erfolgt eine Hybridisierung dieser Vorstellungen durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse, wobei der Himmel zunehmend als 'Weltall-Gottes' Wohnstatt oder als Synonym für Jenseitsvorstellungen fungiert. Grundschulkinder äußern ihre Himmelsvorstellungen bildhaft-imaginativ und affirmativ, projizieren irdische Erfahrungen in diese metaphysische Sphäre und konzeptualisieren den Himmel primär als Ort von Glück und Zufriedenheit. Trotz dieser Bildhaftigkeit besitzen Kinder ein 'eschatologisches Gespür' für die Außerordentlichkeit des Himmels. Im Jugendalter findet eine entscheidende Entwicklung statt: Jugendliche entwickeln die Fähigkeit, naturwissenschaftliche und religiöse Deutungen komplementär zusammenzubringen und den Himmel sowohl als physikalischen Realraum als auch als religiöses Symbol zu reflektieren. Die Forschung belegt, dass Jugendliche den Himmel mehrheitlich positiv bewerten, jedoch in dieser Phase auch die Existenz des Himmels als Ort der Auferstehungshoffnung fundamental angefragt wird. Ein signifikanter Befund ist, dass Jugendliche im Himmel weniger eine Begegnung mit Gott als vielmehr ein Wiedersehen mit verstorbenen Angehörigen erwarten. Der Artikel verdeutlicht die Notwendigkeit einer religionspädagogischen Praxis, die diese differenzierten altersgerechten Konzepte berücksichtigt und gleichzeitig zur theologischen Vertiefung des Himmelsbegriffs befähigt.

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