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3 Minuten Katechismus | Kathmedia

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Folge 64 - Was ist die Hölle?

Veröffentlichung:9.12.2015

Dieses Video erklärt die Hölle als Entscheidung von Gott entfernt zu sein. Gott ist die Liebe, jedoch nimmt er die Entscheidung des Menschen ernst. Dadurch kann sich der Mensch gegen die Gemeinschaft mit Gott entscheiden. Liebe kann nicht erzwungen sein. Sie muss eine freie Entscheidung sein. Der Mensch in der Hölle ist eingeschlossen im eigenen Ich. Echte Liebe ist dem Egoisten nicht möglich. Damit verdammt er sich selbst.

Das Video erläutert die christliche Vorstellung der Hölle als einen Zustand der ewigen Trennung von Gott. Ausgangspunkt ist die Frage, wie ein liebender und guter Gott die Existenz der Hölle zulassen kann. Das Medium beantwortet diese Frage mit dem Hinweis auf die menschliche Freiheit. Liebe kann nicht erzwungen werden, sondern setzt eine freie Entscheidung voraus. Dieselbe Freiheit ermöglicht es dem Menschen jedoch auch, sich gegen Gott zu entscheiden. Schwere Sünde wird dabei als bewusste Abwendung von Gott verstanden. Besonders anschaulich wird die Thematik durch die Darstellung des Schriftstellers C. S. Lewis aus seinem Werk Die große Scheidung. Die Hölle erscheint dort als eine graue Stadt voller Isolation, Selbstbezogenheit und Beziehungsunfähigkeit. Die Menschen ziehen sich immer weiter voneinander zurück und sind unfähig, eigene Fehler einzugestehen oder echte Gemeinschaft zu leben. Selbst die Begegnung mit dem Himmel scheitert, da dessen Licht und Reinheit für die Bewohner der Hölle unerträglich geworden sind. Das Video deutet die Hölle somit weniger als Strafort Gottes, sondern als Folge einer selbst gewählten Verschlossenheit gegenüber Liebe, Gemeinschaft und Gott.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit den Themen Freiheit, Verantwortung, Schuld, Liebe und Jenseitsvorstellungen. Besonders geeignet ist das Video für Unterrichtseinheiten zur christlichen Eschatologie oder zur Frage nach dem Verhältnis von Gottes Liebe und menschlicher Freiheit. Zu Beginn kann eine provokative Leitfrage gestellt werden, etwa ob ein guter Gott überhaupt eine Hölle zulassen dürfe. Die Lernenden können ihre spontanen Vorstellungen und Vorurteile über die Hölle sammeln und mit den Aussagen des Videos vergleichen. Während der Rezeption bietet sich die Arbeit mit Beobachtungsaufträgen an, bei denen die Lernenden Argumente für die Existenz der Hölle aus christlicher Sicht herausarbeiten. Die metaphorische Darstellung von C. S. Lewis eignet sich hervorragend für kreative und analytische Methoden. So können die Lernenden die graue Stadt beschreiben, ein Schaubild zur Entwicklung von Isolation und Egoismus erstellen oder die dargestellten Personen charakterisieren. In Partner oder Gruppenarbeit kann diskutiert werden, ob die Hölle als Folge menschlicher Entscheidungen plausibler erscheint als die Vorstellung einer göttlichen Bestrafung. Ebenso lassen sich Bezüge zu Alltagserfahrungen herstellen, etwa zu Ausgrenzung, Egoismus, Beziehungsabbrüchen oder mangelnder Empathie. Für ältere Lernende bietet sich eine vertiefende Diskussion über Freiheit als Voraussetzung von Liebe an. Dabei können philosophische und theologische Positionen einbezogen werden, die nach den Bedingungen gelingender Gemeinschaft fragen. Das Medium eröffnet zudem die Möglichkeit, die bildhafte Sprache religiöser Aussagen zu reflektieren und zwischen symbolischen und wörtlichen Deutungen der Hölle zu unterscheiden. Dadurch fördert es sowohl theologisches Verständnis als auch ethische Urteilsfähigkeit.

Hessen

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