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WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

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Cybermobbing

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt Cybermobbing als gesellschaftliches Phänomen und analysiert es aus einer kritischen Perspektive. Er zeigt anhand von Statistiken, dass Cybermobbing weit verbreitet ist und Jugendliche häufig betroffen sind. Der Artikel argumentiert, dass Cybermobbing nicht einfach ein objektives Problem ist, sondern als soziales Problem von verschiedenen Akteuren konstruiert wird. Statt die traditionelle Opfer-Täter-Dichotomie zu reproduzieren, schlägt der Artikel einen Konfliktansatz vor, der Jugendliche als handelnde Subjekte anerkennt.

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Der Artikel definiert Cybermobbing als Beleidigung, Bedrohung oder Belästigung mittels digitaler Kommunikationsmedien und dokumentiert seine gesellschaftliche Verbreitung durch verschiedene Studien und Statistiken. Demnach sind etwa 76 Prozent junger Deutscher bereits mit Cybermobbing in Kontakt gekommen, und jeder vierte Jugendliche war selbst schon betroffen. Der Artikel analysiert Cybermobbing jedoch nicht als objektives Phänomen, sondern als soziales Problem, das durch gesellschaftliche Akteure konstruiert wird. Basierend auf Schetsche's Theorie der Konstruktion sozialer Probleme wird gezeigt, wie neutrale Sachverhalte durch strategische Akteure in Problemmuster transformiert werden, die dann unreflektiert von der Gesellschaft übernommen werden. Dies führt zu Moralpaniken um neue Technologien und zur Pathologisierung von Jugendlichen als Opfer oder Täter. Der Artikel kritisiert diese dichotome Sichtweise und schlägt stattdessen einen Konfliktansatz vor, der mehrperspektivisch Konflikte analysiert, ohne auf bestehende Deutungsmuster zurückzugreifen. Durch diesen Ansatz werden Jugendliche als handelnde Subjekte anerkannt und Social Media als Konfliktarena sowie Ressource der Konfliktbearbeitung verstanden. Der Artikel durchbricht damit hegemoniale Bilder vom Umgang Jugendlicher in Onlineräumen und ermöglicht alternative Zugänge zu digitalen Konfliktsituationen.

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