Ausgehend von der Annahme, dass das Dogma eine propositionale Gestalt sinnstiftender Kontingenzbewältigung darstellt, skizziert der Artikel drei Momente des Diskurses über dogmatische Entwicklung: Irritation, Abstraktion und Rekonfiguration. Dieses Dreierschema erlaubt es, Konfliktstadien und Streitebenen zu beschreiben, die anzutreffen sind, wenn um die Entwicklung von Glaubenslehren gerungen wird.