Tuhcic und Topalovic stellen die Schulbuchreihe ‚Islamstunde' für den islamischen Religionsunterricht in Österreich vor, die mediendidaktische Innovationen in ihr Konzept integriert. Ausgangspunkt ist die digitale Revolution durch Smartphones, Tablets und Notebooks, die das Leben von Kindern und Jugendlichen grundlegend verändert. Schulen reagieren darauf teils mit Handy-Verboten, was aber die Chance verpasst, einen verantwortungsvollen Umgang mit Neuen Medien zu fördern. Die ‚Islamstunde' integriert digitale Medien gezielt in den Unterricht: QR-Codes, Online-Ressourcen und interaktive Lernformate ermöglichen neues, selbstgesteuertes und reflexives Lernen. Der Beitrag erläutert konkrete Beispiele, wie Neue Medien im islamischen Religionsunterricht eingesetzt werden können, und diskutiert die Potenziale (Motivation, Authentizität, Selbstständigkeit) und Grenzen (Ablenkung, Oberflächlichkeit). Medienbildung wird als integraler Bestandteil islamischer Religionspädagogik verstanden.