RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Religionspädagogische BeiträgeCarina CarusoJohannes Heger

Religionspädagogische Beiträge,

Carina Caruso,

Johannes Heger

Fragen und Optionen beim Think Tank 2019

Veröffentlichung:1.5.2019

Der Artikel berichtet vom 3. Think Tank der Arbeitsgemeinschaft Katholische Religionspädagogik (AKRK) im September 2019 in Würzburg. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen der Apostolischen Konstitution veritatis gaudium auf den wissenschaftlichen Nachwuchs, die Rolle der AKRK im Synodalen Weg und beim Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) sowie aktuelle Herausforderungen in den Bereichen Qualifikationsarbeiten, Forschung, Lehre und institutionelle Struktur.

Products

Der Bericht dokumentiert die Diskussionen des 3. Think Tanks der AKRK vom 23./24. September 2019 in Würzburg. Ein zentrales Thema war die Apostolische Konstitution veritatis gaudium und deren Auswirkungen auf den theologischen und religionspädagogischen Nachwuchs. Dr. Michael Karger vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz berichtete über die Evaluation der Zugangsvorraussetzungen zum Dr. theol., insbesondere der Norm für das nihil obstat und Regelungen zu Juniorprofessuren. Diskutiert wurde, inwiefern auch der Dr. phil. als Zugang zu theologischen Professuren anerkannt werden könnte – ein wichtiges Anliegen angesichts sinkender Studierendenzahlen und des Lehrermangels. Karger betonte zudem die zukünftige Bedeutung hochschuldidaktischer Qualifikationen. Ein zweiter Schwerpunkt war die Rolle der AKRK im Synodalen Weg der deutschen Kirche. Der Vorstand beschloss, eine Stellungnahme zum Synodalen Weg zu verfassen. Unter der Leitung von Dr. Thomas Großmann wurde die Struktur des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK) erörtert. Die AKRK soll ihre Zusammenarbeit mit dem ZdK intensivieren, insbesondere im Sachbereich Bildung, Kultur und Medien. Es wurde erwogen, der AGKOD beizutreten, um bei bildungspolitischen Themen mit stärkerer Stimme sprechen zu können. Im Bereich der Gegenwarts- und Zukunftsreflexion wurden vier Handlungsfelder identifiziert: Bei den Qualifikationsarbeiten wurde die Bandbreite der Forschung, fehlende Konzeptentwicklung und mangelnde Vernetzung zwischen Standorten kritisiert. In der Forschung dominieren Religionsdidaktik und qualitative Methoden; quantitative Forschung ist selten. Themen sind konfessionelle Kooperation, Heterogenität und interreligiöses Lernen. Bei der Lehre besteht Unklarheit über die Definition; Studierende haben Schwierigkeiten, Lernen und Forschung zu unterscheiden. Die AKRK könnte Lehrstandards entwickeln. Institutionell wurde die Gründung einer Sektion/Arbeitsgruppe für interkonfessionelle und interreligiöse Bildung vorgeschlagen sowie eine intensivere Kooperation mit der evangelischen Gesellschaft für wissenschaftliche Religionspädagogik (GwR).

Text

urheberrechtlich geschützt

6.5.2026

_

_

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.