Der Einstieg gelingt durch eine Assoziationsübung zum Thema Unfairness. Jeder Mensch hat solche Erfahrungen gemacht und kann etwas beitragen. Gefühle dazu werden möglicherweise in einer Mindmap gesammelt. Ein erster Schritt thematisiert unfaire Situationen anhand von drei Fallbeispielen. Somit wird der Begriff fair alltagssprachlich erschlossen. Seine Bedeutung im Fairen Handel ist jedoch eine andere.
Der anschließende Schritt differenziert den Begriff „fair“ durch seine Erweiterung mithilfe eines Wortfeldes, zu dem eine Kurzgeschichte verfasst wird. Begriffe sind z.B. Fairplay, Fair teilen, Fair ändern.
Im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg wird Gerechtigkeit untersucht . Das Gleichnis wird über eine Tabelle ausgewertet. Dazu werden sieben angegebene Sätze dem Gutsbesitzer, dem Verwalter, den Arbeitern am Morgen und den anderen Arbeitern zugeordnet. Über angegebene Impulsfragen wird im Plenum die Bedeutung des Gleichnisses im Bezug auf Fairness und Gerechtigkeit untersucht.
Der nächste Schritt überträgt diesen Kontext in den globalen Süden zur Ausbeutung von Landarbeitern durch einen Aufkäufer anhand eines Comics. Parallel dazu wird das Konzept des fairen Handels dargestellt. Unterschiede zum Comic werden aufgefunden und diskutiert.
Der zweite Teil des Materials untersucht dieses Konzept am Beispiel Schwarztee. Dazu wird eine Weltkarte mit Informationen zu Tee in Indien beschriftet. Die Informationen werden in Partnerarbeit über Webrecherche zusammengestellt. Zur Illustration können Teebeutel verteilt werden. Der nächste Schritt stellt die Geschichte des Tees in Indien dar und kann gemeinsam gelesen werden. Die anschließenden Materialien bieten Information zu Tee, dessen Produktion und den Lebensbedingungen der Kleinbauern an. Daraus kann eine Wandzeitung entstehen. Bastelanleitungen und Verkostung inklusive Fragebogen sind optional. Als persönliche Handlungsmöglichkeit können in Gruppenarbeit Ideen entwickelt werden, wie den Bauern geholfen werden kann. Diese Ideen können über gängige Methoden präsentiert werden. Das Material setzt sich mit Arbeitsaufträgen ab Seite 40 fort. Dort wird das persönliche Konsumverhalten über einen Fragebogen erfasst. Der nächste Schritt thematisiert die folgen des persönlichen Schokoladenkonsums im globalen Süden. Dazu kann in einer Hausaufgabe über eine App im Laden Fairtradeschokolade gescannt und die Ausgegebene Videoinformation ausgewertet werden. Der anschließende Schritt bietet Kurzfilme an, die in Gruppenarbeit ausgewertet werden können. Das Video ist im drop-down Menü „Eingebettete Medien“ auf dieser Seite zu finden.
Ein weiterer Schritt zeigt das Konzept des Fairen Handels am Beispiel Kaffee ab Seite 46. In Webrecherche wird auf den angegebenen Seiten der GEPA ein baugleicher Artikel (zwei Seiten oder Plakat) zu einem von der Gruppe ausgewählten Produkt erstellt. Darin wird der Anbau des Produktes, die Lage der Landarbeiter und eventuell ein Hilfsprojekt für sie dargestellt. Es schließen sich weitere Materialien zu Fair Trade an. Darin wird die Lebenssituation von Kleinbauern anhand eines Tagesablaufs dargestellt. Arbeitsaufträge dazu ermöglichen eine Auswertung der Texte.