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Klima retten? Extinction Rebellion vs. "Klimasünder"

Veröffentlichung:27.10.2019

Das Video ist ein dokumentarischer Filmbeitrag zur Klimakrise, der unterschiedliche Perspektiven auf Klimaschutz, Protestformen und gesellschaftliche Konflikte zusammenführt. Im Zentrum steht die Frage, warum trotz jahrzehntelanger Warnungen der Forschung noch immer zu wenig geschieht. Der Film begleitet Klimaaktivisten von Extinction Rebellion bei Protestaktionen in Hamburg und Frankfurt, zeigt persönliche Gespräche mit Beteiligten, Wissenschaftlern, Politikern und Bürgern und führt zugleich an konkrete Orte der Klimakrise wie die Lieberoser Heide mit ihren Wald und Moorbränden. Darüber hinaus thematisiert der Beitrag den eigenen Lebensstil, den CO2 Fußabdruck, politische Aushandlungsprozesse, die Debatte über Verbote, technische Lösungen sowie Spannungen zwischen Stadt und Land. So entsteht ein vielschichtiges Bild zwischen Alarm, Ohnmacht, moralischem Anspruch, gesellschaftlicher Spaltung und der Suche nach gemeinsamen Lösungen.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders, weil es existenzielle, ethische und gesellschaftliche Fragen aufgreift, die sich sehr gut mit religiösem Lernen verbinden lassen. Im Mittelpunkt können Verantwortung für die Schöpfung, Gerechtigkeit zwischen Generationen, Schuld und Verdrängung, Hoffnung und Zukunftsangst, Protest und ziviler Ungehorsam sowie die Frage nach gutem Leben stehen. Didaktisch bietet sich zunächst eine strukturierte Erschließung des Films an, da er viele Perspektiven und Ortswechsel enthält. Sinnvoll ist eine Gliederung in thematische Sequenzen, etwa Klimaprotest, persönliche Lebensführung, Folgen der Klimakrise, politische Maßnahmen und gesellschaftliche Konflikte. Lernende können zentrale Aussagen einzelnen Personen oder Gruppen zuordnen und dabei herausarbeiten, welche Werte, Ängste, Interessen und Zukunftsbilder sichtbar werden. Methodisch ist es hilfreich, mit Leitfragen zu arbeiten, zum Beispiel: Wovor haben Menschen im Film Angst, was gibt ihnen Hoffnung, wo zeigen sich Verantwortung und wo Verdrängung, welche Formen des Handelns erscheinen legitim und welche problematisch. Ebenso gut eignet sich das Medium für ein Perspektivgespräch oder eine Rollenarbeit, in der Lernende Positionen aus dem Film übernehmen und aus deren Sicht argumentieren. Vertiefend kann eine ethische Urteilsbildung erfolgen, etwa zu der Frage, ob ziviler Ungehorsam im Kampf gegen die Klimakrise gerechtfertigt ist oder welche persönlichen Einschränkungen zumutbar sind. Auch biblische Bezüge lassen sich gewinnbringend einbringen, etwa Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit, Umkehr oder prophetisches Handeln. Für eine kreative Weiterarbeit bieten sich Standbildarbeit, Schreibgespräche, Tagebucheinträge aus Sicht einer Filmfigur, eine Podiumsdiskussion oder die Formulierung eigener Handlungsoptionen für Schule und Alltag an. Wichtig ist dabei, dass der Unterricht nicht bei Betroffenheit stehen bleibt, sondern Lernenden Räume eröffnet, Ambivalenzen auszuhalten, Argumente zu prüfen und tragfähige Perspektiven für verantwortliches Handeln zu entwickeln.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.1 Die Welt verstehen: Naturwissenschaft und Mythen.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

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