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Misereor

Misereor

Gesichter der Dürre: Begegnungen im Norden von Kenia

Veröffentlichung:6.7.2017

Die Chalbi Wüste war stets eine karge Gegend, doch durch den Klimawandel häufen sich die Dürreperioden. Eine kleine Nomadensiedlung im Norden Kenias kämpft täglich ums Überleben. Etwas weiter südlich, in Korr, einem Gebiet der Borana, hat Misereor ein Regenrückhaltebecken finanziert. Nach den ersten Niederschlägen hat es sich bereits gefüllt, entsprechend hoch ist der Andrang. Das Becken versorgt rund 4.000 Menschen mit Wasser und hilft zumindest kurze Dürreperioden zu überbrücken.

Das Video schildert eindrücklich die dramatischen Auswirkungen von Dürre und Klimawandel auf das Leben von Nomaden im Norden von Kenia. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die stundenlang unterwegs ist, um das letzte verfügbare Trinkwasser für ihre Familie zu holen. Die Lebensbedingungen der halbnomadischen Gemeinschaft werden als äußerst prekär beschrieben: Ausbleibender Regen, verdorrte Weideflächen und das Sterben von Nutztieren bedrohen die Existenzgrundlage der Menschen. Zugleich zeigt das Video konkrete Hilfsmaßnahmen, etwa durch Misereor unterstützte Wasserprojekte wie Regenrückhaltebecken, die zumindest kurzfristig Entlastung bringen. Dennoch wird deutlich, dass langfristige Lösungen notwendig sind, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.

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Im Religionsunterricht eröffnet dieses Medium vielfältige Zugänge zu zentralen Themen wie „Bewahrung der Schöpfung“, „globale Gerechtigkeit“ und „Verantwortung für die Mitwelt“. Didaktisch eignet sich das Video besonders als emotionaler und lebensnaher Einstieg, da es konkrete menschliche Schicksale sichtbar macht und Empathie fördert. Lernende können zunächst ihre Eindrücke und Gefühle äußern und anschließend die Ursachen der dargestellten Problematik analysieren, etwa Klimawandel, Ressourcenknappheit und globale Ungleichheit. Methodisch bieten sich Gruppenarbeiten an, in denen unterschiedliche Aspekte erarbeitet werden (z. B. Lebensbedingungen der Nomaden, Rolle internationaler Hilfe, langfristige Lösungsansätze). Ein Perspektivwechsel kann helfen, die Situation aus Sicht der Betroffenen nachzuvollziehen. Eine theologische Vertiefung kann durch biblische Bezüge erfolgen, etwa zur Bedeutung von Wasser als Lebensquelle (z. B. im Buch Exodus) oder zur Verantwortung des Menschen für die Schöpfung. Auch die Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus bietet wichtige Impulse für die Reflexion ökologischer und sozialer Fragen. Ziel ist es, die ethische Urteilsfähigkeit der Lernenden zu fördern und sie zu einem verantwortungsvollen und solidarischen Handeln im globalen Kontext zu ermutigen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5G.2a Ehrfurcht vor der Schöpfung. Verantwortung für die Natur und Schöpfungsglaube.

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.3 Gott will die Befreiung. Exodus: Geschenk und Auftrag.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Video

Standard Lizenz auf You Tube

21.3.2021

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Menschen & Welt

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