Das Video erzählt die erschütternde Geschichte einer Mutter aus Mexiko, deren Sohn vor mehreren Jahren unter ungeklärten Umständen verschwand. In einem persönlichen Bericht schildert sie die Ereignisse des Abends, an dem ihr Sohn zuletzt gesehen wurde, sowie die darauffolgende verzweifelte Suche nach ihm. Dabei wird deutlich, wie Unsicherheit, Angst und Hoffnung miteinander verwoben sind. Gleichzeitig thematisiert das Medium gesellschaftliche Hintergründe wie organisierte Gewalt, das Verschwindenlassen von Menschen und die Rolle staatlicher Institutionen. Die Perspektive der Betroffenen steht im Mittelpunkt und macht das Thema emotional erfahrbar und greifbar.In Mexiko gelten offiziell 30.000 Menschen als vermisst - die Vereinten Nationen schätzen die Zahl noch weit höher. Es kann jeden treffen – jung, alt, arm, reich. Manchmal geht es darum, junge Frauen für die Zwangsprostitution zu kapern. Manchmal darum, vermeintliche Gegner aus dem Weg zu räumen. Wenn man die Leichen in Säure auflöst oder verbrennt, ist das eine Strategie, sich strafrechtlicher Verfolgung zu entziehen – ohne Leiche, kein Delikt, argumentierten die Behörden lange.
Oft sind Polizisten, aktiv oder billigend, in die Taten verwickelt. Politiker schützen Verbrecherbosse und Justizbehörden lassen nicht ermitteln oder erheben keine Anklage. So enden noch nicht einmal fünf Prozent aller Straftaten in einer Verurteilung.