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Eine GUTE Kartoffel

Veröffentlichung:1.1.2024

Das Medium „Eine GUTE Kartoffel“ mit 48 Seiten ist eine umfangreiche Unterrichtsumgebung zur Bildung nachhaltiger Entwicklung für den Zyklus 1. Im Mittelpunkt steht die Frage „Was ist eine gute Kartoffel?“. Die Lernenden setzen sich mit der Kartoffel als Nutzpflanze, Lebensmittel und Wirtschaftsgut auseinander und betrachten dabei unterschiedliche Perspektiven aus Landwirtschaft, Biologie, Gastronomie und Industrie. Das Material verbindet Sachwissen mit handlungsorientiertem Lernen und begleitet die Lernenden über mehrere Wochen hinweg beim Pflanzen, Beobachten und Ernten eigener Kartoffeln. Die Unterrichtseinheit umfasst verschiedene Lernphasen, Arbeitsblätter, Beobachtungsaufträge, Geschichten, Videos und praktische Aktivitäten. Thematisiert werden unter anderem das Kartoffeljahr, der Aufbau der Kartoffelpflanze, die Reise der Kartoffel nach Europa, Kartoffelsorten, Lebensmittelproduktion, Nachhaltigkeit und Lebensmittelverschwendung. Besonders hervorzuheben ist die konsequente Orientierung an Bildung nachhaltiger Entwicklung sowie die mehrperspektivische Betrachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Fragestellungen.

Das Medium „Eine GUTE Kartoffel“ ist eine Unterrichtseinheit zur Bildung für nachhaltige Entwicklung für den Zyklus 1. Im Mittelpunkt steht die zunächst einfach wirkende, bei genauerer Betrachtung jedoch komplexe Frage: „Was ist eine GUTE Kartoffel?“ Die Lernenden erwerben Wissen über die Kartoffelpflanze, beobachten das Wachstum selbst gepflanzter Kartoffeln und setzen sich mit unterschiedlichen Vorstellungen davon auseinander, was eine gute Kartoffel ausmacht. Dabei wird deutlich, dass die Antwort von der jeweiligen Perspektive, den Bedürfnissen und den zugrunde liegenden Werten abhängt. Ziel ist es schließlich, Vorstellungen darüber zu entwickeln, wie Kartoffelanbau und Lebensmittelproduktion in Zukunft nachhaltig gestaltet werden können. Das Medium verbindet hierzu Sachinformationen, Arbeitsaufträge, ein eigenes Pflanzprojekt, eine begleitende Kartoffelgeschichte und verschiedene Videos. In den Videos begegnen die Lernenden unter anderem dem Landwirt Herrn Döpfel, der Biologin Frau Kraut und der Fabrikbesitzerin Frau Pommes. Sie vermitteln unterschiedliche Sichtweisen auf die Kartoffel und ihre Produktion. Die Unterrichtseinheit führt vom Vorwissen über den Wissensaufbau und die Entwicklung eigener Zukunftsvorstellungen zur Beantwortung der Leitfrage und schließlich zum Transfer des erworbenen Wissens. Inhaltlich werden unter anderem das Kartoffeljahr, der Aufbau der Kartoffelpflanze, die Herkunft und Reise der Kartoffel, unterschiedliche Kartoffelsorten, die Herstellung von Pommes frites sowie der Weg der Kartoffel bis auf den Teller behandelt.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Schöpfung, Verantwortung, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Ernährung, Konsum, Dankbarkeit und der Frage nach einem guten Leben. Besonders produktiv ist bereits der Titel „Eine GUTE Kartoffel“. Das Wort „gut“ kann im Religionsunterricht über seine sachliche Bedeutung hinaus als ethischer Begriff erschlossen werden. Die Lernenden können überlegen, was etwas eigentlich gut macht. Ist eine Kartoffel gut, wenn sie groß und schön aussieht, wenn sie gut schmeckt, wenn sie preiswert ist, wenn der Landwirt von ihrem Verkauf leben kann oder wenn bei ihrem Anbau Natur und Umwelt möglichst wenig belastet werden? Das Medium selbst macht deutlich, dass es keine einfache richtige oder falsche Antwort gibt, weil die Bewertung von Sichtweisen, Bedürfnissen und Werten abhängt. Gerade diese Offenheit macht das Material für ethisches und religiöses Lernen besonders wertvoll.

Als Einstieg kann die Lehrkraft eine Kartoffel in die Mitte des Sitzkreises legen und lediglich die Frage stellen: „Ist das eine gute Kartoffel?“ Die Lernenden dürfen zunächst spontan Kriterien nennen. Wahrscheinlich werden Aussehen, Größe, Geschmack oder Verwendbarkeit genannt. Die Antworten werden gesammelt und sichtbar festgehalten. Anschließend kann gefragt werden, ob ein Landwirt, eine Biologin, ein Koch, eine Fabrikbesitzerin und ein Kind dieselbe Kartoffel gleichermaßen gut finden würden. Damit wird eine erste Irritation erzeugt und die Perspektivenvielfalt des Mediums vorbereitet.

Die unterschiedlichen Personen des Materials eignen sich hervorragend für einen Perspektivwechsel. Das Medium arbeitet mit Herrn Döpfel als Landwirt, Frau Kraut als Biologin, Herrn Löffel als Koch und Frau Pommes als Fabrikbesitzerin. Diese Personen verkörpern unterschiedliche Sichtweisen und Interessen. Im Unterricht können Bilder der Personen im Klassenraum verteilt werden. Die Lernenden ordnen Aussagen den jeweiligen Personen zu und überlegen, welche Wünsche diese an eine gute Kartoffel haben könnten. Anschließend können die Videos eingesetzt werden, um die Vermutungen zu überprüfen. Dadurch wird das Betrachten der Videos zu einem aktiven Lernprozess.

Methodisch bietet sich ein Rollenspiel an. Einzelne Lernende übernehmen die verschiedenen Rollen und erklären aus ihrer Perspektive: „Für mich ist eine Kartoffel gut, wenn …“. Andere Lernende dürfen Fragen stellen. Anschließend wird untersucht, welche Interessen miteinander vereinbar sind und wo Konflikte entstehen. Das Medium verfolgt genau diesen mehrperspektivischen Ansatz. Die verschiedenen Sichtweisen sollen gegenübergestellt und miteinander verknüpft werden, damit die Lernenden zu einer differenzierten Antwort auf die übergeordnete Fragestellung gelangen.

Für den Religionsunterricht kann eine weitere Perspektive ergänzt werden. Neben Landwirt, Biologin, Koch und Fabrikbesitzerin kann eine Karte mit der Aufschrift „Schöpfungsverantwortung“ eingeführt werden. Die Lernenden überlegen nun, welche Kriterien aus einer christlichen Verantwortung für die Schöpfung wichtig sein könnten. Dazu gehören beispielsweise ein schonender Umgang mit Boden und Wasser, der Schutz von Pflanzen und Tieren, die Vermeidung von Verschwendung, gerechte Arbeitsbedingungen und ein verantwortungsvoller Konsum. Dadurch werden die im Medium angelegten Fragen um eine ausdrücklich religiöse Deutungsperspektive erweitert.

Besonders geeignet ist das Medium für die Auseinandersetzung mit dem biblischen Schöpfungsauftrag. Die Lernenden können einen altersgemäß ausgewählten Abschnitt aus der Schöpfungserzählung kennenlernen und anschließend darüber nachdenken, was es bedeutet, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Die Kartoffel wird damit zum konkreten Beispiel für eine größere ethische Frage: Wie dürfen Menschen Natur nutzen und wie müssen sie gleichzeitig für sie sorgen? Das Material bietet hierfür zahlreiche konkrete Anlässe. Es thematisiert etwa den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Auswirkungen auf Boden und Ökosystem, Artenvielfalt und die Frage nach einer möglichst natürlichen Entwicklung der Kartoffelpflanze.

Ein besonders geeigneter Zugang für jüngere Lernende ist das im Medium vorgesehene eigene Pflanzprojekt. Die Lernenden pflanzen eine Kartoffel, pflegen sie, beobachten ihre Entwicklung und dokumentieren Veränderungen. Das Material empfiehlt, die Kartoffeln im März oder April zu setzen und das Wachstum regelmäßig mit Beobachtungsformularen festzuhalten. Im Religionsunterricht kann dieses Projekt zu einer längerfristigen Schöpfungsbeobachtung erweitert werden. Die Lernenden übernehmen Verantwortung für eine Pflanze und erfahren unmittelbar, dass Wachstum Zeit, Geduld, Pflege, Wasser, Boden und geeignete Bedingungen benötigt.

Das Pflanzen ermöglicht zugleich eine elementare Auseinandersetzung mit den Grenzen menschlicher Verfügbarkeit. Die Lernenden können die Kartoffel setzen, gießen und pflegen, sie können Wachstum aber nicht einfach herstellen. Diese Erfahrung eröffnet religiöse Fragen nach Schöpfung, Leben und Staunen. In einem begleitenden Lerntagebuch können die Lernenden regelmäßig zeichnen oder schreiben: „Das hat sich verändert“, „Darüber staune ich“, „Darum muss ich mich kümmern“ und „Dafür bin ich dankbar“. Auf diese Weise verbindet sich naturkundliches Beobachten mit religiöser Wahrnehmung und Reflexion.

Das Medium selbst empfiehlt wiederkehrende Beobachtungen, ein Lerntagebuch, ein Wortfeld mit Kartoffelbegriffen und Gesprächsrunden darüber, was an der eigenen Kartoffelpflanze neu entdeckt wurde. Außerdem werden Rituale wie das Erzählen der Kartoffelgeschichte sowie das gemeinsame Zubereiten von Kartoffelgerichten vorgeschlagen. Für den Religionsunterricht können diese Rituale durch kurze Momente der Stille, Dankgebete oder einen gemeinsamen Erntedanktisch ergänzt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt kann auf der Lebensmittelverschwendung liegen. Das Medium macht deutlich, dass Kartoffeln aufgrund bestimmter Anforderungen an Form, Größe und Qualität teilweise nicht verkauft oder verarbeitet werden. Auch in Haushalten entstehen Verluste, beispielsweise wenn zu große Mengen gekauft oder Kartoffeln nicht sachgerecht gelagert werden. Diese Problematik lässt sich unmittelbar mit Fragen der Verantwortung und Gerechtigkeit verbinden. Die Lernenden können darüber nachdenken, warum Lebensmittel wertvoll sind und warum es problematisch ist, genießbare Nahrung wegzuwerfen.

Eine geeignete Methode ist die Arbeit mit zwei Kartoffeln. Eine Kartoffel entspricht äußerlich den üblichen Erwartungen, eine zweite ist klein, unregelmäßig oder weist ungewöhnliche Formen auf. Die Lernenden entscheiden zunächst, welche sie kaufen würden. Anschließend wird gefragt: „Ist die andere Kartoffel deshalb schlechter?“ Damit können ästhetische Vorstellungen und Konsumentscheidungen kritisch hinterfragt werden. Zugleich lässt sich der Bogen zu grundlegenden Wertfragen schlagen: Muss etwas schön und perfekt aussehen, um wertvoll zu sein? Wer entscheidet darüber, was gut und wertvoll ist?

Für die ethische Urteilsbildung eignet sich eine einfache Entscheidungssituation. Die Lernenden erhalten beispielsweise drei Möglichkeiten: Eine Kartoffel ist besonders billig, eine andere wurde möglichst umweltschonend angebaut und eine dritte stammt direkt von einem Hof aus der Region. Die Lernenden entscheiden sich für eine Kartoffel und begründen ihre Wahl. Entscheidend ist dabei nicht, eine vermeintlich richtige Lösung zu finden. Vielmehr sollen unterschiedliche Kriterien erkannt, gegeneinander abgewogen und eigene Entscheidungen begründet werden.

Die vom Medium vorgesehene Lernwand ist für den Religionsunterricht ebenfalls sehr gut geeignet. Das Material schlägt vor, Wissen, Fragestellungen und Antworten sichtbar im Klassenraum zu sammeln und die Lernwand als Grundlage weiterer Gespräche zu verwenden. Im Religionsunterricht kann die Lernwand in Bereiche wie „Das wissen wir“, „Darüber staunen wir“, „Das finden wir gut“, „Hier gibt es einen Konflikt“, „Dafür tragen Menschen Verantwortung“ und „Das können wir selbst tun“ gegliedert werden. So wird der Lernprozess sichtbar und Sachwissen wird kontinuierlich mit Wertfragen verbunden.

Zum Abschluss kann die ursprüngliche Frage „Was ist eine GUTE Kartoffel?“ erneut gestellt werden. Die Lernenden vergleichen ihre jetzigen Antworten mit ihren Vorstellungen zu Beginn. Sie werden erkennen können, dass sich die Bedeutung des Wortes „gut“ erweitert hat. Eine gute Kartoffel muss nicht nur gut schmecken oder schön aussehen. Je nach Perspektive können Umweltverträglichkeit, gerechte Produktion, Gesundheit, Wirtschaftlichkeit, Sortenvielfalt, geringe Lebensmittelverschwendung und ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen hinzukommen. Damit entspricht der Abschluss dem grundlegenden Anliegen des Mediums, Zusammenhänge zu verstehen, über Verantwortung nachzudenken sowie eigene Urteile und Zukunftsvorstellungen zu entwickeln.

Als religionspädagogischer Abschluss kann aus der Frage nach der guten Kartoffel die weiterführende Frage „Was ist gut für Mensch und Schöpfung?“ entstehen. Die Lernenden formulieren dazu einfache Regeln für den Umgang mit Lebensmitteln. Diese können in einer gemeinsamen Klassenvereinbarung festgehalten werden. Möglich ist außerdem ein gemeinsames Kartoffelessen, bei dem unterschiedliche Kartoffeln verarbeitet werden. Ein Tischgebet oder ein Dankritual kann den Zusammenhang zwischen Nahrung, menschlicher Arbeit, Natur und religiöser Dankbarkeit noch einmal erfahrbar machen. So entwickelt sich aus einem alltäglichen Lebensmittel ein exemplarischer Lerngegenstand für Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit und die Frage nach dem guten Handeln.


Didaktisch bietet das Medium vielfältige Möglichkeiten für einen ganzheitlichen und lebensweltbezogenen Unterricht. Die Lernenden erwerben Wissen nicht nur durch Lesen und Zuhören, sondern vor allem durch eigenes Handeln, Beobachten, Vergleichen, Diskutieren und Reflektieren. Das langfristige Pflanzprojekt ermöglicht unmittelbare Naturerfahrungen und stärkt Verantwortungsbewusstsein, Geduld und nachhaltiges Denken. Die Lernenden pflanzen eigene Kartoffeln, dokumentieren deren Wachstum und analysieren Veränderungen über mehrere Wochen hinweg. Dadurch werden naturwissenschaftliche Kompetenzen ebenso gefördert wie Wahrnehmung, Beobachtungsgabe und sprachliche Ausdrucksfähigkeit. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren wie Bauer Herr Döpfel, Biologin Frau Kraut, Koch Herr Löffel und Fabrikbesitzerin Frau Pommes. Durch diese Perspektiven lernen die Lernenden, dass es auf komplexe Fragen keine einfachen Antworten gibt und unterschiedliche Interessen miteinander in Beziehung stehen. Im Religionsunterricht eröffnen sich zahlreiche Gesprächsanlässe zu Themen wie Bewahrung der Schöpfung, Verantwortung für Natur und Ressourcen, gerechte Verteilung von Nahrung, Konsumverhalten und Wertschätzung von Lebensmitteln. Die Reflexionsphasen fördern Urteilsbildung, Empathie und ethisches Denken. Besonders geeignet ist das Material für projektorientierten Unterricht, Stationslernen, Gesprächskreise und kooperative Lernformen. Die Kartoffelgeschichte als roter Faden unterstützt emotionales Lernen und Identifikation mit den Themen. Ergänzend sorgen Videos, Lernwand, Rollenspiele und praktische Aufgaben für abwechslungsreiche Lernzugänge und hohe Motivation. Durch die Verbindung von praktischem Tun, Reflexion und nachhaltigkeitsbezogenem Lernen eignet sich das Medium hervorragend für einen modernen Religionsunterricht mit starkem Lebensweltbezug.

Schülerinnen und Schüler Dossier

Das Dossier bildet das zentrale Arbeitsmaterial der gesamten Unterrichtseinheit. Die Lernenden bearbeiten darin Arbeitsblätter, notieren Beobachtungen, beantworten Fragen und reflektieren ihre Ergebnisse. Gleichzeitig dokumentieren sie ihren Lernweg und setzen sich mit unterschiedlichen Perspektiven zur Frage auseinander, was eine gute Kartoffel ist.

Kartoffelgeschichte

Die Kartoffelgeschichte begleitet die Lernenden als roter Faden durch die gesamte Unterrichtseinheit. Jede Lerneinheit wird durch einen Abschnitt der Geschichte eingeleitet. Im Unterricht wird die Geschichte vorgelesen, besprochen oder als Hörtext genutzt. Die Lernenden identifizieren sich mit den Figuren und erhalten einen emotionalen Zugang zum Thema.

Begleitvideos

Mehrere Videos erklären zentrale Inhalte anschaulich. Dazu gehören Pflanzanleitungen, Informationen zum Kartoffeljahr, zur Kartoffelpflanze und zur Herstellung von Pommes frites. Im Unterricht schauen die Lernenden die Videos gemeinsam an und besprechen anschließend die dargestellten Inhalte. Die Videos unterstützen besonders visuelles Lernen und fördern das Verständnis komplexer Abläufe.

Pflanzprojekt Kartoffel

Die Lernenden pflanzen eigene Kartoffeln im Schulgarten oder im Topf. Über mehrere Wochen beobachten sie Wachstum und Veränderungen der Pflanze. Im Unterricht werden Beobachtungen dokumentiert, verglichen und gemeinsam ausgewertet. Dadurch erleben die Lernenden Naturprozesse unmittelbar und übernehmen Verantwortung für eine Pflanze.

Beobachtungsformulare

Mit Hilfe der Beobachtungsbögen dokumentieren die Lernenden regelmäßig das Wachstum ihrer Kartoffelpflanzen. Sie beschreiben Veränderungen, zeichnen Beobachtungen auf und lernen naturwissenschaftliches Arbeiten kennen. Unterschiedliche Formularvarianten ermöglichen Differenzierung.

Lernwand

Die Lernwand dient dazu, Erkenntnisse, Fragen und Ergebnisse sichtbar zu machen. Die Lernenden sammeln Informationen auf Karten oder Post Its und ordnen diese gemeinsam. Dadurch entsteht ein wachsender Überblick über den Lernprozess der Klasse. Gleichzeitig fördert die Lernwand Austausch und Reflexion.

Lerneinheit 1 „Was weiss ich schon über Kartoffeln?“

Die Lernenden aktivieren ihr Vorwissen. Sie sammeln Begriffe zur Kartoffel, sprechen über Kartoffelgerichte und überlegen, wie Kartoffeln auf den Teller kommen. Dadurch wird an die Lebenswelt der Lernenden angeknüpft und ein motivierender Einstieg geschaffen.

Lerneinheit 2 „Was ist eine GUTE Kartoffel?“

Hier überlegen die Lernenden, welche Eigenschaften eine gute Kartoffel haben soll. Sie ordnen Aussagen verschiedenen Personen zu und begründen ihre Entscheidungen. Im Unterricht entstehen erste Gespräche über unterschiedliche Sichtweisen und Werte.

Lerneinheit 3 „Das Kartoffeljahr“

Die Lernenden lernen die Arbeiten eines Bauern im Jahreslauf kennen. Sie beschäftigen sich mit Pflanzen, Pflegen, Ernten und Lagern der Kartoffeln. Dabei verstehen sie den Zusammenhang zwischen Jahreszeiten, Wetter und Landwirtschaft.

Lerneinheit 4 „Die Kartoffelpflanze“

Die Lernenden untersuchen Aufbau und Wachstum der Kartoffelpflanze. Sie lernen Pflanzenteile kennen und beobachten ihre eigenen Kartoffelpflanzen. Naturwissenschaftliches Beobachten und genaues Beschreiben stehen dabei im Mittelpunkt.

Lerneinheit 5 „Die lange Reise der Kartoffel“

Die Lernenden erfahren, woher die Kartoffel ursprünglich stammt und wie sie nach Europa kam. Im Unterricht sprechen sie über Geschichte, Ernährung und weltweite Verbreitung von Lebensmitteln.

Lerneinheit 6 „Kartoffel gleich Kartoffel?“

Hier beschäftigen sich die Lernenden mit unterschiedlichen Kartoffelsorten und ihren Eigenschaften. Sie vergleichen Form, Farbe, Geschmack und Verwendungsmöglichkeiten. Gleichzeitig lernen sie die Perspektive eines Kochs kennen.

Lerneinheit 7 „Aus Kartoffeln werden Pommes“

Die Lernenden verfolgen den Weg der Kartoffel in die Fabrik. Sie lernen Produktionsschritte kennen und sprechen über Verarbeitung, Qualität und Lebensmittelindustrie.

Lerneinheit 8 „Wie kommt die Kartoffel auf meinen Teller?“

Die Lernenden beschäftigen sich mit Transport, Verkauf und Konsum von Kartoffeln. Im Unterricht werden Fragen zu Lebensmittelverschwendung, Einkauf und Nachhaltigkeit besprochen.

Lerneinheit 9 „Eine GUTE Kartoffel“

Die Lernenden entwickeln Zukunftsideen für nachhaltigen Kartoffelanbau und diskutieren unterschiedliche Interessen. Rollenspiele und Diskussionen fördern Perspektivwechsel und Urteilsbildung.

Lerneinheit 10 „Mein Lernzuwachs“

Die Lernenden reflektieren ihren Lernprozess und überlegen, was sie neu gelernt haben. Dabei vergleichen sie ihre anfänglichen Vorstellungen mit ihrem aktuellen Wissen.

Lerneinheit 11 „Transfer“

Die Lernenden übertragen ihre Erkenntnisse auf andere Bereiche des Lebens. Im Unterricht entstehen Gespräche über nachhaltiges Handeln, Verantwortung und den Umgang mit Lebensmitteln im Alltag.

Rollenspiele mit Akteurinnen und Akteuren

Die Lernenden schlüpfen in die Rollen von Bauer Herr Döpfel, Biologin Frau Kraut, Koch Herr Löffel und Fabrikbesitzerin Frau Pommes. Dadurch erleben sie unterschiedliche Sichtweisen auf Landwirtschaft, Umwelt und Lebensmittelproduktion. Die Rollenspiele fördern Empathie, Perspektivwechsel und Gesprächskompetenz.

Poster und Bildmaterialien

Poster zu Kartoffelsorten, Kartoffelprodukten und dem Kartoffeljahr unterstützen anschauliches Lernen. Die Lernenden betrachten Bilder, vergleichen Informationen und orientieren sich an visuellen Darstellungen.

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