Zielstufe: Grundschule / Förderschule; bedingt Sek I Klasse 5–6.
Curriculare Einbettung: Heiligenverehrung / Kirchliches Jahr (11. November); Diakonie / Teilen; Christusbegegnung im Anderen; Kirchengeschichte (Frühes Christentum, Mönchtum).
Methodisch-didaktische Stärken: Die biographische Erzählung ist klar und chronologisch – gut für Förderschule. Die Malaufgabe (Martin das eigene Gesicht geben) ist eine starke Identifikationsübung: Bin ich Martin? Kann ich Martin sein? Das Paradox des Teilens („Manche Dinge werden weniger – andere werden mehr") ist ein ethisch produktiver Impuls, der für alle Altersstufen greift. Der Martinusweg als realer Pilgerweg eröffnet einen außerschulischen, erfahrungsorientierten Zugang. Das Christusbegegnungs-Motiv (Mt 25,40: „Was ihr dem Geringsten getan habt…") ist implizit präsent und für Sek I explizierbar.
Konkrete Unterrichtsszenarien: (1) Laternenumzug vorbereiten: Wer war Martin wirklich? (2) Mal-Aufgabe: Martin bekommt mein Gesicht – was würde ich in seiner Situation tun? (3) Diskussion: Was wird mehr, wenn wir es teilen? (Zeit, Freude, Freundschaft…). (4) Mt 25 lesen: Wo begegnet uns Christus heute?
Differenzierung: Biographie und Malaufgabe für Förderschule; Christusbegegnungs-Theologie und Martinus-Weg für Sek I.
Grenzen: Historisch-kritische Fragen zur Legende (was ist historisch, was legendär?) werden nicht thematisiert; für Sek I wäre das eine sinnvolle Erweiterung.