Zielstufe: Sek I (Klasse 6–8); Förderschule mit behutsamer Begleitung.
Curriculare Einbettung: Karfreitag / Passion; Theodizee / Gottverlassenheit; Kreuz als Christussymbol; Heilige Woche.
Methodisch-didaktische Stärken: Die verdichtete Listenform der Passionsverben am Anfang (verurteilt – gequält – ausgezogen…) hat eine starke emotionale Wirkung und eignet sich als Lesechoral. Das Bekenntnis des Hauptmanns eröffnet eine wichtige Deutungsebene: Glaube entsteht angesichts des Todes. Der Stein zum Kreuz legen als symbolische Handlung ist rituell stark und niederschwellig. Der Impuls „Am Ende wird alles gut" ist eine liturgisch verwurzelte Formel (Julian von Norwich).
Konkrete Unterrichtsszenarien: (1) Passionswörter-Liste als Lesechoral / Stille-Ritual. (2) Stein-Ritual: Was belastet mich – und was darf ich ablegen? (3) Bekenntnis des Hauptmanns: Diskussion – Warum glaubt dieser Mann, der nicht an Gott glaubt?
Differenzierung: Ritual für alle; Theodizeefrage für Sek I/Sek II.
Grenzen: Theologische Tiefe der Kreuzestheologie (Soteriologie) bleibt unentfaltet.