RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Bundesministerium Bildung und Forschung

Bundesministerium Bildung und Forschung

Künstliche Intelligenz

Veröffentlichung:1.1.2019

Die Unterrichtsreihe „Künstliche Intelligenz – Grundlagen, Forschungsfragen und ethischer Diskurs“ mit 31 Seiten und 13 Materialien bietet ein umfassendes Unterrichtsmaterial im Rahmen der SchulKinoWochen und richtet sich an Lernende ab Klasse 9. Es verbindet filmische Zugänge mit sachlichen Informationen zur Künstlichen Intelligenz und erschließt zentrale Themen wie maschinelles Lernen, Robotik, Mensch Maschine Kommunikation sowie ethische Fragestellungen. Dabei werden sowohl technische Grundlagen als auch gesellschaftliche und philosophische Perspektiven berücksichtigt. Ergänzend zu Filmen werden Arbeitsblätter, Aufgabenformate und ein Interview zur Maschinenethik bereitgestellt, sodass Lernende die Chancen und Grenzen von KI reflektieren können. Besonders hervorgehoben wird die Verschränkung von wissenschaftlichen Inhalten mit lebensweltlichen Fragen und kulturellen Darstellungen

Products

Didaktisch eröffnet das Medium vielfältige Einsatzmöglichkeiten für den Religionsunterricht, insbesondere im Bereich der ethischen Urteilsbildung und anthropologischen Reflexion. Der Einsatz eignet sich sowohl für eine kompakte Unterrichtseinheit als auch für eine vertiefte Projektphase. Methodisch empfiehlt sich ein handlungsorientierter Zugang, etwa durch Gruppenpuzzle Verfahren, die eigenständiges Erarbeiten von Grundlagenwissen fördern. Diskussionsphasen bieten sich an, um zentrale Fragen wie Verantwortung, Menschenbild oder die Grenzen technischer Systeme zu reflektieren. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit religiösen Deutungsmustern, etwa im Hinblick auf die Frage nach dem Menschsein, der Einzigartigkeit des Menschen oder der Verantwortung gegenüber der Schöpfung. Lernende können beispielsweise anhand von Fallbeispielen oder Filmszenen ethische Dilemmata analysieren und eigene Positionen entwickeln. Auch dialogische Methoden wie Streitgespräche, Rollenspiele oder ethische Fallanalysen fördern Perspektivübernahme und Urteilsfähigkeit. Der Religionsunterricht kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem er technische Entwicklungen nicht nur beschreibt, sondern in Sinnzusammenhänge einordnet und kritisch hinterfragt.

Das Unterrichtsmaterial „Künstliche Intelligenz – Grundlagen, Forschungsfragen und ethischer Diskurs“ stellt eine strukturierte Sammlung von Arbeitsmaterialien dar, die Lernenden einen differenzierten Zugang zum Themenfeld der Künstlichen Intelligenz ermöglichen. Die Materialien sind modular aufgebaut und reichen von grundlegenden Begriffsklärungen über technische Funktionsweisen bis hin zu ethischen Reflexionsangeboten. Dabei werden sowohl kognitive als auch reflexive Kompetenzen gefördert, indem Lernende sich aktiv mit Fragen nach Intelligenz, Verantwortung und dem Verhältnis von Mensch und Maschine auseinandersetzen. Die einzelnen Arbeitsblätter bauen teilweise aufeinander auf, können jedoch auch flexibel eingesetzt werden

Die didaktische Verwendung der Materialien im Unterricht eröffnet vielfältige methodische Zugänge. Das Arbeitsblatt B 1 dient als Einstieg und aktiviert Vorwissen, indem Lernende über verschiedene Formen von Intelligenz nachdenken und eigene Vorstellungen entwickeln. Die Materialien B 2 bis B 7 sind als Gruppenpuzzle konzipiert und fördern kooperatives Lernen, da Lernende sich Expertinnenwissen aneignen und dieses anschließend in der Stammgruppe weitergeben. Dabei werden grundlegende Aspekte wie der Intelligenzbegriff B 3, logische Strukturen B 4 und B 5 sowie maschinelles Lernen B 6 und Robotertypen B 7 erarbeitet. Diese Phase eignet sich besonders zur Förderung von Fachkompetenz und Kommunikationsfähigkeit.

Die Arbeitsblätter B 8 und B 9 thematisieren die Mensch Maschine Kommunikation und greifen mit dem Turing Test sowie Chatbots zentrale Beispiele auf. Hier können Lernende kritisch prüfen, inwiefern Maschinen menschliches Verhalten imitieren können. Methodisch bieten sich hier Dialoganalysen, Rollenspiele oder praktische Tests von Chatbots an, um die Urteilsfähigkeit zu stärken.

Mit den Materialien B 10 bis B 12 wird ein konkretes Forschungsprojekt zum autonomen Lastenrad behandelt. Lernende übernehmen hier die Rolle von Forschenden und entwickeln eigenständig Lösungsansätze. Diese problemorientierte Methode fördert insbesondere kreatives Denken sowie die Anwendung von Wissen in realitätsnahen Kontexten. Gleichzeitig werden technische, gesellschaftliche und rechtliche Dimensionen sichtbar.

Das abschließende Arbeitsblatt B 13 mit einem Interview zur Maschinenethik bietet eine vertiefte Auseinandersetzung mit normativen Fragen. Es eignet sich besonders für Diskussionen, ethische Urteilsbildung und die Einbindung religiöser Perspektiven. Lernende reflektieren hier, ob Maschinen Verantwortung übernehmen können und welche Grenzen technischer Systeme bestehen.

Im Religionsunterricht kann das gesamte Material sinnvoll eingesetzt werden, um Fragen nach dem Menschenbild, nach Verantwortung und nach der Gestaltung der Zukunft zu thematisieren. Die Kombination aus analytischen, kooperativen und reflexiven Methoden ermöglicht eine ganzheitliche Kompetenzentwicklung. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung von technischen Inhalten mit ethischen und religiösen Fragestellungen, wodurch Lernende dazu angeregt werden, ihre eigene Haltung zu entwickeln und begründet zu vertreten

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.