Didaktisch eignet sich das Material besonders für den Religionsunterricht, da es grundlegende Fragen nach Wahrheit, Verantwortung und dem Verhältnis von Mensch und Technik aufwirft. Der Titel selbst eröffnet einen theologischen Deutungshorizont, indem er die Frage stellt, ob künstliche Intelligenz lediglich ein Werkzeug oder eine Art Ersatz für göttliche Instanzen sein könnte. Methodisch empfiehlt sich ein handlungsorientierter Zugang. Das einleitende Arbeitsblatt dient der Aktivierung von Vorwissen und persönlichen Erfahrungen der Lernenden. Hier reflektieren sie eigene Begegnungen mit Sprachtechnologien und entwickeln erste Einschätzungen. In der anschließenden Gruppenarbeitsphase tauschen sie ihre Ergebnisse aus und erweitern ihre Perspektiven. Das zweite Arbeitsblatt strukturiert die ethische Auseinandersetzung, indem es gezielt nach Chancen und Herausforderungen fragt. Die Fishbowl Methode ermöglicht eine vertiefte Diskussion, in der Lernende argumentativ Stellung beziehen und unterschiedliche Positionen sichtbar werden. Das dritte Arbeitsblatt fordert zur individuellen Urteilsbildung auf und knüpft an zentrale Fragen religiöser Bildung an, etwa Verantwortung, Gewissen und gesellschaftliche Gestaltung. Der Einsatz digitaler Medien wie Podcast und Video fördert dabei nicht nur die Medienkompetenz, sondern unterstützt auch unterschiedliche Lernzugänge. Insgesamt lassen sich die Materialien flexibel einsetzen, sowohl in einer Einzelstunde als auch in einer längeren Unterrichtsreihe, und bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für interdisziplinäres Lernen.
Das vorliegende Lernmaterial „Künstliche Intelligenz – Werkzeug oder neuer Gott?“ enthält mehrere aufeinander abgestimmte Materialien und Arbeitsblätter, die im Unterricht gezielt eingesetzt werden können und unterschiedliche Kompetenzbereiche ansprechen.
Im ersten Material handelt es sich um ein einführendes Arbeitsblatt zum Podcast. Die Lernenden hören den Podcast und beantworten dazu grundlegende Fragen, etwa zu eigenen Erfahrungen mit Sprachtechnologien und zur Einschätzung ihres Nutzens im Alltag. Dieses Arbeitsblatt dient vor allem der Aktivierung von Vorwissen sowie der persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema. Im Unterricht kann es im Einstieg eingesetzt werden, entweder direkt nach dem Hören des Podcasts oder als vorbereitende Hausaufgabe. Die offenen Fragen ermöglichen eine niederschwellige Beteiligung aller Lernenden und schaffen eine Grundlage für den weiteren Austausch.
Das zweite Arbeitsblatt ist auf die Gruppenarbeitsphase ausgerichtet und fördert die kooperative Erarbeitung zentraler Inhalte. Die Lernenden sammeln in Kleingruppen Argumente zu Chancen von Sprachmodellen für schulische Lernprozesse sowie zu ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Dieses Material strukturiert die inhaltliche Vertiefung und unterstützt die Entwicklung von Urteilskompetenz. Im Unterricht wird es idealerweise mit der Fishbowl Methode verbunden, sodass die gesammelten Argumente diskutiert und kritisch hinterfragt werden können. Die Lernenden übernehmen dabei aktive Rollen im Diskurs und lernen, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen und zu reflektieren.
Das dritte Arbeitsblatt dient der individuellen Reflexion und der Sicherung der Unterrichtsergebnisse. Die Lernenden formulieren ein persönliches Fazit und setzen sich mit Fragen zur eigenen Nutzung von Sprachmodellen, zu ethischer Verantwortung sowie zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinander. Dieses Material eignet sich besonders für die Abschlussphase des Unterrichts, da es die individuelle Urteilsbildung stärkt und einen Transfer auf größere gesellschaftliche Zusammenhänge ermöglicht. Gleichzeitig bietet es Anknüpfungspunkte für religiöse Fragestellungen wie Verantwortung, Gewissen und die Rolle des Menschen in einer technologisch geprägten Welt.
Ergänzt werden die Arbeitsblätter durch begleitende Medien wie den Podcast und ein Video, die unterschiedliche Zugänge zum Thema eröffnen. Während der Podcast vor allem informierend und anregend wirkt, vertieft das Video zentrale Aspekte und erweitert die Perspektive der Lernenden. Beide Medien unterstützen einen abwechslungsreichen Unterricht und fördern die Medienkompetenz.