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Caritas

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Wenn Nachbarn zu Feinden werden

Veröffentlichung:7.9.2022

Das Video schildert die Situation im Kerio-Tal in Kenia, wo zwischen den Volksgruppen der Marakwet und Pokot ein lang andauernder und immer wieder gewaltsam eskalierender Konflikt herrscht. Ausgangspunkt sind konkrete Erfahrungen von Leid, Tod und Vergeltung, wie sie am Schicksal einer Witwe sichtbar werden, deren Mann bei einem Angriff erschossen wurde. Das Video zeigt, wie Viehdiebstahl, Waffenbesitz, Armut und fehlende Entwicklung einen Kreislauf der Gewalt verstärken. Im Mittelpunkt steht zugleich das Engagement von Bischof Dominic Kimengich, der durch Friedensmessen, Gespräche und Vermittlung versucht, Versöhnung zu ermöglichen. Dabei macht das Medium deutlich, dass hinter den ethnischen Spannungen nicht nur alte Feindschaften stehen, sondern auch politische und wirtschaftliche Interessen, die besonders in Zeiten von Wahlen Gewalt fördern. Die Kirche erscheint in diesem Zusammenhang als eine Kraft, die sich für Frieden, Zusammenhalt und die Würde aller Menschen einsetzt und über ethnische und politische Grenzen hinaus Verantwortung übernimmt.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für Unterrichtseinheiten zu den Themen „Frieden und Versöhnung“, „Kirche in der Welt“, „Gewalt und ihre Ursachen“ sowie „Gerechtigkeit und Verantwortung“. Es eröffnet einen konkreten und globalen Blick auf die Frage, wie Konflikte entstehen und welche Rolle Religion und Kirche in Friedensprozessen spielen können. Im Unterricht kann das Video zunächst genutzt werden, um strukturelle Ursachen von Gewalt herauszuarbeiten: Armut, fehlende Bildung, Wasserknappheit, politische Instrumentalisierung und ethnische Spannungen. Daran anschließend lässt sich die Rolle der Kirche analysieren, die sich nicht parteipolitisch positioniert, sondern als vermittelnde und versöhnende Instanz auftritt. Methodisch empfiehlt sich ein mehrperspektivischer Zugang, etwa durch die Erarbeitung der Sichtweisen von Betroffenen, politischen Akteuren und kirchlichen Vertretern. Leitfragen können sein: Wie entsteht ein Kreislauf der Gewalt? Was braucht es, um ihn zu durchbrechen? Welche Möglichkeiten und Grenzen hat die Kirche in solchen Konflikten? Besonders fruchtbar ist auch eine Verbindung mit biblischen Friedenstexten oder mit der katholischen Soziallehre, um die im Video gezeigte Praxis theologisch zu vertiefen. Für die Sekundarstufe I bietet sich eine stärker gelenkte Analyse mit Schaubildern und Begriffssammlungen an, während in der Sekundarstufe II auch Fragen nach Ethnizität, Macht, politischer Manipulation und gesellschaftlicher Verantwortung vertieft diskutiert werden können. Das Medium fördert damit nicht nur die Auseinandersetzung mit globalen Konflikten, sondern auch die Einsicht, dass Frieden nicht selbstverständlich ist, sondern aktiv gestiftet, geschützt und eingeübt werden muss.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

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