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Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Was ist der Unterschied zwischen dem Christkind und dem Weihnachtsmann?

Veröffentlichung:13.5.2024

Der Podcast „Glauben kommt von Fragen“ greift eine für Kinder besonders spannende Frage auf: Was ist der Unterschied zwischen Christkind und Weihnachtsmann? Ausgehend von Celines Anfrage wird die historische Entwicklung der weihnachtlichen Gabenbringer entfaltet. Ursprünglich wurden Geschenke am 6. Dezember zum Gedenktag des Nikolaus von Myra verteilt. Erst im Zuge der Reformation verlegte Martin Luther die Bescherung auf das Weihnachtsfest und führte das „Christkind“ als Gabenbringer ein, um den Fokus stärker auf Christus zu legen. Der Weihnachtsmann entwickelte sich später aus unterschiedlichen europäischen Traditionen und wurde besonders durch die Figur des „Santa Claus“ in den USA populär. Im 20. Jahrhundert prägte die Werbekampagne der Firma Coca-Cola das heute bekannte Bild des rot-weiß gekleideten Weihnachtsmannes entscheidend mit. Während das Christkind seinen Ursprung in der christlichen Theologie hat und auf die Geburt Jesu verweist, ist der Weihnachtsmann stärker kulturell, volkstümlich und kommerziell geprägt.

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Für den Religionsunterricht der Grundschule (Klasse 2–4) bietet dieses Medium einen sehr lebensweltlichen Zugang zum Thema Weihnachten. Didaktisch empfiehlt es sich, zunächst die Vorstellungen der Kinder zu sammeln: Wer bringt bei euch die Geschenke? Welche Bilder habt ihr im Kopf? Anschließend kann der Podcast als Hörimpuls eingesetzt werden, verbunden mit einem Arbeitsauftrag (z.B. „Notiere zwei Unterschiede“ oder „Was hat Martin Luther verändert?“). Methodisch eignet sich eine Gegenüberstellung auf einem Plakat (Christkind – Weihnachtsmann – Nikolaus), um historische Entwicklung, religiösen Kern und kulturelle Ausformungen sichtbar zu machen. Ein Zeitstrahl (Nikolaus – Reformation – Santa Claus – moderne Werbung) verdeutlicht die Traditionsbildung. Theologisch wichtig ist die Rückbindung an das Weihnachtsgeheimnis: Im Zentrum steht nicht der Gabenbringer, sondern die Geburt Jesu Christi als Zeichen der Menschwerdung Gottes. Gleichzeitig kann die Kommerzialisierung von Weihnachten altersgerecht thematisiert werden: Welche Rolle spielt Werbung? Was ist wirklich wichtig an Weihnachten? Kreative Methoden wie Rollenspiele, das Gestalten eigener Weihnachtsfiguren oder eine Bildanalyse historischer Darstellungen vertiefen das Verständnis. So werden historische Urteilskompetenz, religiöse Sprachfähigkeit und Unterscheidungsvermögen zwischen Glaube, Brauchtum und Konsum gefördert.

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