Das Motiv steht am Anfang der Abrahamgeschichte in Genesis 12. Abraham lebt mit seiner Familie in gewohnten Strukturen. Er hat Besitz, Tiere und ein Zuhause. Dann spricht Gott zu ihm: „Geh aus deinem Vaterland … in ein Land, das ich dir zeigen will.“ (Gen 12,1).
Dieses Bild hält den Moment vor diesem Ruf fest. Theologisch ist das bedeutsam: Gott ruft Menschen nicht aus dem Chaos, sondern mitten aus ihrem Alltag. Abraham weiß noch nichts von der großen Verheißung. Er steht am Anfang einer Geschichte, die sein ganzes Leben verändern wird.
Didaktisch ist dieser Moment wichtig, weil er zeigt: Vertrauen beginnt nicht mit Heldentum, sondern im Gewöhnlichen. Der Ruf Gottes trifft Menschen in ihrem Alltag.
Das Bild eignet sich hervorragend als Einstieg in die Abraham-Reihe.
Mögliche Leitfragen:
Wie lebt Abraham hier?
Was hat er?
Würdest du alles zurücklassen?
Was könnte passieren, wenn jemand Neues in dein Leben spricht?
Didaktisch kann hier das Thema „Vertrautes verlassen“ vorbereitet werden. Schülerinnen und Schüler können überlegen:
Was ist in meinem Leben vertraut?
Was wäre schwer loszulassen?
Methodisch bieten sich Standbilder („Abraham denkt nach“), innere Monologe oder das Sammeln von Begriffen wie Sicherheit – Heimat – Besitz – Familie an.
Das Bild legt die Grundlage für die folgenden Szenen (Ruf – Aufbruch – Sterne – Verheißung – Isaak). Es hilft, die Dynamik der Geschichte aufzubauen: von Sicherheit zu Vertrauen.