Didaktisch eignet sich das Medium in besonderer Weise für einen schülernahen, stärkenden Religionsunterricht, der personale und soziale Kompetenzen fördert. Methodisch empfiehlt sich ein behutsamer Einstieg über alltagsnahe Impulse, kurze Szenen oder Symbolarbeit (z. B. Schutzraum, Grenze, Stopp-Signal), um unterschiedliche Grenzerfahrungen sichtbar zu machen, ohne persönliche Offenlegungen zu erzwingen. In Kleingruppen oder durch Rollenspiele können konkrete Situationen eingeübt werden, in denen ein klares „Nein“ formuliert und begründet wird. Wichtig ist dabei die Reflexion unterschiedlicher Formen von Grenzen (körperlich, emotional, sozial, digital). Theologisch lässt sich das Thema mit dem christlichen Verständnis von Menschenwürde, Freiheit und Verantwortung verbinden: Jeder Mensch ist von Gott gewollt und hat das Recht auf Schutz und Selbstbestimmung. In der Abschlussphase sollte Raum sein, um Unterstützungsstrategien und Vertrauenspersonen zu benennen. So trägt das Medium dazu bei, Selbstwertgefühl, Gewissensbildung und Handlungssicherheit nachhaltig zu stärken.