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Ein Freund hört mir zu

ein Erzähltext zur Bedeutung des Zuhörens und Einstiegs zum Beten

Veröffentlichung:3.2.2026

Der Erzähltext „Ein Freund hört mir zu“ ist ein kurzer, kindgerechter Erzählimpuls für den Religionsunterricht in der Grundschule (Klasse 1/2). Er greift eine lebensweltlich vertraute Situation auf: Ein Kind ist traurig und belastet, findet aber Erleichterung dadurch, dass ein Freund aufmerksam zuhört. Die Geschichte stellt das Zuhören als heilsame und vertrauensbildende Erfahrung in den Mittelpunkt.
Der Text ist bewusst vorreligiös gestaltet. Gott kommt nicht vor; stattdessen steht eine zwischenmenschliche Beziehung im Fokus. Dadurch eignet sich der Erzähltext besonders gut als Einstieg in Unterrichtseinheiten zu Vertrauen, Freundschaft und Gebet. Er schafft eine gemeinsame emotionale Ausgangsbasis, an die Kinder mit eigenen Erfahrungen anknüpfen können, ohne Persönliches preisgeben zu müssen.
Im weiteren Unterrichtsverlauf kann der Text als Brücke genutzt werden, um behutsam die Frage zu eröffnen, ob und wie Menschen auch mit Gott reden können – ähnlich wie mit einem Freund, der zuhört. Der Erzähltext unterstützt damit einen religionssensiblen, offenen Zugang zum Thema Beten im Anfangsunterricht.

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Der Erzähltext „Ein Freund hört mir zu“ bildet den Auftakt der Unterrichtseinheit und übernimmt eine zentrale Funktion im Lernprozess. Er greift eine alltagsnahe Erfahrung der Kinder auf – das Bedürfnis, etwas erzählen zu wollen, und die entlastende Wirkung des Zuhörens – und schafft damit eine gemeinsame, lebensweltlich verankerte Ausgangsbasis für die weiteren Stunden.

Didaktisch ist der Text bewusst vorreligiös angelegt. Gott kommt nicht vor; stattdessen steht eine zwischenmenschliche Beziehung im Mittelpunkt. Diese Entscheidung ermöglicht einen niedrigschwelligen Einstieg, der alle Kinder anspricht – unabhängig von religiösen Vorerfahrungen oder familiären Prägungen. Zugleich bereitet der Text inhaltlich den späteren Deutungsschritt vor: So wie ein Freund zuhört, kann Beten als Reden mit Gott verstanden werden.

Methodisch empfiehlt sich ein ruhiger Vortrag der Geschichte zu Beginn der ersten Stunde. Eine kurze Stille im Anschluss unterstützt die innere Verarbeitung. Im Gespräch sollten zunächst die Figuren der Geschichte im Mittelpunkt stehen, nicht die persönlichen Erfahrungen der Kinder. Fragen wie „Was hat Tom gemacht?“ oder „Warum wurde der Knoten im Bauch kleiner?“ helfen, das Thema Zuhören gemeinsam zu erschließen, ohne Kinder zu persönlichen Aussagen zu drängen.

Im weiteren Verlauf der Einheit wird die im Erzähltext gemachte Erfahrung mehrfach aufgegriffen: In Gesprächsphasen, in Partnerübungen zum Zuhören sowie in gestalterischen Aufgaben. Der Text dient damit als roter Faden, auf den in den folgenden Stunden immer wieder Bezug genommen werden kann, wenn es um das Reden mit Gott, um Danken, Bitten, Loben oder um das Anvertrauen persönlicher Gedanken geht.

Der Erzähltext unterstützt so die zentrale Zielsetzung der Einheit, Gebet als freiwillige, persönliche und schützende Ausdrucksform kennenzulernen. Er ermöglicht einen religionssensiblen Unterricht, der von der Lebenswelt der Kinder ausgeht und ihnen schrittweise Deutungsangebote eröffnet, ohne zu überfordern oder festzulegen.

Bild, Text

CC BY-SA

3.2.2026

konfessionelle Kooperation ,Interreligiöser Dialog

Anregung

Menschen & Welt ,Gott

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