Methodisch empfiehlt sich ein strukturierender Einstieg, etwa durch die Frage: „Wo begegnet euch Kirche konkret?“ – von der eigenen Pfarrgemeinde ausgehend kann schrittweise der größere Zusammenhang der Diözese erschlossen werden (vom Nahen zum Fernen). Das Medium kann arbeitsteilig eingesetzt werden, indem Schülerinnen und Schüler in Gruppen jeweils die Rollen von Pfarrer, Bischof oder Erzbischof erarbeiten und ihre Aufgaben in kurzen Präsentationen darstellen. Visuelle Hilfsmittel wie Schaubilder, Organigramme oder Karten der eigenen Diözese fördern das Verständnis für räumliche und hierarchische Zusammenhänge. Zur Vertiefung bietet sich ein Vergleich mit anderen Organisationsformen (z. B. Schule, Verein oder Staat) an, um Strukturen, Verantwortung und Leitung transparent zu machen. Im Sinne eines kompetenzorientierten Religionsunterrichts kann zudem reflektiert werden, wie Kirche heute erlebt wird und welche Chancen, aber auch Herausforderungen mit der bestehenden Struktur verbunden sind. So wird nicht nur Sachkompetenz, sondern auch Urteils- und Orientierungskompetenz angebahnt.