Methodisch empfiehlt sich ein arbeitsteiliger Zugang: Die einzelnen thematischen Abschnitte (Organisation, Politik, Alltag, Bildung, Klöster, Kunst, Kritik) können in Gruppenarbeit erschlossen und anschließend in einer gemeinsamen Mindmap oder einem Schaubild zusammengeführt werden. Ein Perspektivwechsel bietet sich an, indem Schülerinnen und Schüler das Leben eines mittelalterlichen Menschen (Bauer, Mönch, Adeliger, Kind) beschreiben und reflektieren, welche Rolle die Kirche jeweils spielte. Für den Religionsunterricht ist es besonders fruchtbar, die Ambivalenz der Kirche herauszuarbeiten: einerseits Sinnstiftung, Orientierung und soziale Fürsorge, andererseits Machtanspruch, Kontrolle und Anlass zur Kritik. Impulsfragen wie „Worauf gründete die Macht der Kirche?“ oder „Wo erleben wir heute ähnliche Verflechtungen von Religion und Gesellschaft?“ fördern Urteilskompetenz und Aktualitätsbezug. In Verbindung mit Bildmaterial (Kathedralen, Klöster, Glasfenster) oder kurzen Quellentexten (z. B. Ordensregeln, Herrscherkrönungen) kann das Medium anschaulich vertieft und kompetenzorientiert eingesetzt werden.