Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den katholischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe I und II, wenn es um das Verhältnis von Kirche und Macht, Religion und Politik sowie um historische Lernprozesse geht. Methodisch empfiehlt sich ein strukturierender Einsatz, etwa als Überblicksmedium innerhalb einer Unterrichtseinheit zur Kirchengeschichte. Ein sinnvoller Einstieg ist die Leitfrage: „Sollte Kirche politische Macht besitzen?“ Nach der Rezeption des Mediums können Schüler*innen die verschiedenen Rollen des Papstes (geistliches Oberhaupt vs. weltlicher Herrscher) herausarbeiten und in einem Pro-und-Contra-Schema reflektieren. In der Vertiefung bietet sich eine ethische Bewertung an: Welche Chancen und Risiken brachte der Kirchenstaat für Glaubwürdigkeit und Auftrag der Kirche mit sich? Für den katholischen Religionsunterricht ist besonders bedeutsam, Kirche nicht nur idealisiert, sondern historisch-kritisch zu betrachten und daraus Maßstäbe für heutiges kirchliches Handeln abzuleiten. Methodisch sind Zeitstrahlarbeit, Kartenarbeit und Diskussionen zu Macht, Verantwortung und Dienst am Evangelium besonders geeignet.