Das Medium eignet sich besonders für den katholischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe I (Klasse 6 – 9), wenn Themen wie Apostelgeschichte, Jüngerschaft, Glaubenswege oder Kirchengeschichte behandelt werden.
Didaktische Anknüpfungspunkte:
Personen der Bibel greifbar machen: Petrus ist eine Figur, die sowohl menschliche Schwächen als auch Glaubensstärke zeigt – ein Zugangspunkt zur Reflexion persönlicher Glaubenserfahrungen.
Glaubensentwicklung thematisieren: Die erzählte Entwicklung von Petrus – vom unsicheren Jünger zum mutigen Glaubenszeugen – bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Glaubensweg.
Kirchliche Identität beleuchten: Petrus wird als zentraler Apostel und nach katholischem Verständnis als erster Bischof von Rom dargestellt, was eine Brücke zur eigenen kirchlichen Tradition schlägt.
Methodische Einsatzvorschläge:
Einstiegsphase: Sammelaufgabe: Was weißt du über Petrus? – Mindmap an der Tafel.
Sehphase: Video in vollständiger Länge zeigen oder in Abschnitten (z. B. Berufung, Verleugnung, Zeugnis).
Arbeitsphase:
Stationenarbeit: Gruppen bearbeiten einzelne Ereignisse aus Petrus’ Leben (z. B. Berufung, Verleugnung, Wiederkehr des Glaubens).
Bibelarbeit: Ergänzend zentrale Bibelstellen lesen (z. B. Mt 16,18; Lk 22,54-62; Joh 21,15-19) und mit dem Video vergleichen.
Reflexion: Schüler*innen formulieren in freien Texten oder Gesprächen, was sie von Petrus für ihr eigenes Leben mitnehmen.
Vertiefung: Perspektivisches Schreiben: Ein Tag im Leben von Petrus – aus seiner Sicht.
Differenzierung:
Stärkere Lerngruppe: Theologische Deutung der Aussagen Jesu zu Petrus (z. B. Bedeutung der „Schlüssel des Himmelreichs“).
Schwächere Gruppe: Fokus auf Narrative und Personenbeschreibung, ggf. mit visualisierten Arbeitsblättern.
Religionspädagogische Leitfragen:
Wie geht Petrus mit seiner Angst und Schwäche um?
Was bedeutet es, Jesus nachzufolgen – auch in schwierigen Zeiten?
Welche Bedeutung hat Petrus für die Kirche, und was heißt das für uns heute?