Methodisch empfiehlt sich ein lebensweltorientierter Zugang: Die Gebote können zunächst in ihrer ursprünglichen Schutz- und Freiheitsfunktion erschlossen und anschließend auf heutige Alltagssituationen bezogen werden. Im Sinne von ru-digital bieten sich interaktive Gebote-Checks, digitale Fallbeispiele oder kollaborative Diskussionen an, in denen Lernende prüfen, welche Bedeutung einzelne Gebote heute haben könnten. Auch der Vergleich zwischen religiösen Geboten und staatlichen Gesetzen fördert Urteils- und Argumentationskompetenz. Wichtig ist eine dialogische Didaktik, die Raum für Zustimmung, Fragen und Kritik eröffnet. So werden die Zehn Gebote nicht als starre Verbote vermittelt, sondern als Einladung zu einem verantwortungsvollen, gemeinschaftsfördernden Leben verstanden.