Didaktisch unterstützt es den Aufbau eines differenzierten Verständnisses von Gottesbildern und hilft Schülerinnen und Schülern, einseitige oder vereinfachte Vorstellungen von Gott zu reflektieren. Ein möglicher Einstieg kann über die Frage erfolgen: „Wie stellen sich Menschen Gott vor?“ oder über Bildimpulse aus der Kunst und aus Kinderbibeln.
Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Erschließung an, bei der einzelne Aspekte (Schöpfung, Befreiung, Bund, Gerechtigkeit, Erlösung) in Gruppen bearbeitet und anschließend zusammengeführt werden. Besonders lernwirksam ist der Vergleich zwischen Gottesbildern im Alten und Neuen Testament, um Kontinuität und Wandel sichtbar zu machen. Bibeltexte (z. B. Schöpfungserzählungen, Exodus, Psalmen) können auszugsweise analysiert und mit heutigen Gottesvorstellungen der Schülerinnen und Schüler in Beziehung gesetzt werden. Kreative Zugänge wie das Gestalten von Gottesbildern, Symbolcollagen oder kurzen Tagebucheinträgen aus der Perspektive biblischer Figuren fördern die persönliche Auseinandersetzung. Das Medium unterstützt damit sowohl historisch-biblisches Lernen als auch die Entwicklung religiöser Deutungskompetenz.