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Adveniat

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Hunger nach Bildung - Adveniat Aktion 2013

Veröffentlichung:25.10.2013

Unter dem biblischen Leitwort „Anfang der Weisheit ist wahrhaftiger Hunger nach Bildung. Das Ziel der Bildung aber ist Liebe" (Weisheit 6,17) stellt Adveniat kirchliche Bildungsinitiativen in den Mittelpunkt der Jahresaktion 2013. Kirchliche Initiativen setzen sich für mehr Bildungsgerechtigkeit ein, denn Bildung ist langfristig ein wirksamer Schlüssel gegen Armut. Doch es geht um weit mehr als schulisches Lernen: Ganzheitliches Lernen umfasst auch eine Schulung des Herzens und der Seele.

Das Video schildert eindrücklich die Situation des Bildungssystems in Chile am Beispiel eines Studenten aus der Mittelschicht. Es zeigt, wie stark Bildung dort von sozialer Herkunft abhängt und wie teuer ein Studium ist, sodass viele junge Menschen sich verschulden müssen. Die Ursachen liegen unter anderem in der Privatisierung des Bildungssystems während der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet. Dadurch ist Bildung zu einem Gut geworden, das sich vor allem wohlhabende Familien leisten können. Das Medium macht die wachsende soziale Ungleichheit sichtbar und zeigt zugleich den Widerstand der Studierenden, die für mehr Gerechtigkeit demonstrieren. Darüber hinaus wird die Rolle der Kirche und kirchlicher Organisationen angesprochen, die versuchen, durch Stipendien und Bildungsprojekte benachteiligte Gruppen zu unterstützen, etwa indigene Gemeinschaften wie die Mapuche.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte zu zentralen Themen wie soziale Gerechtigkeit, Verantwortung, Solidarität, Bildungsgerechtigkeit und die Rolle der Kirche in gesellschaftlichen Fragen. Didaktisch eignet sich das Material besonders, um Lernenden globale Ungleichheiten bewusst zu machen und sie zur Reflexion über die eigene Lebenssituation anzuregen. Ein sinnvoller Einstieg kann über die Lebenswelt des dargestellten Studenten erfolgen, sodass Lernende zunächst persönliche Bezüge herstellen können, etwa durch die Frage, welche Bedeutung Bildung für ihr eigenes Leben hat. Anschließend kann das Bildungssystem in Chile analysiert und mit dem eigenen Bildungssystem verglichen werden. Methodisch bieten sich verschiedene Zugänge an, zum Beispiel eine strukturierte Filmanalyse mit Leitfragen zu Ursachen und Folgen der Ungleichheit oder eine Gruppenarbeit, in der unterschiedliche Perspektiven untersucht werden, etwa die Sicht von Studierenden, Familien, Politik und Kirche. Auch eine Diskussion über die Frage, ob Bildung ein Menschenrecht oder ein wirtschaftliches Gut ist, kann zu einer vertieften ethischen Auseinandersetzung führen. Besonders gewinnbringend ist es, die Rolle der Kirche kritisch zu beleuchten und zu fragen, welche Verantwortung religiöse Akteure in gesellschaftlichen Konflikten übernehmen können. Kreative Methoden wie Rollenspiele oder das Verfassen von Stellungnahmen ermöglichen es Lernenden, eigene Positionen zu entwickeln und zu vertreten. Dabei sollte die Lehrkraft darauf achten, komplexe wirtschaftliche und politische Zusammenhänge verständlich aufzubereiten und Raum für emotionale Reaktionen zu geben, da Themen wie Ungerechtigkeit und Perspektivlosigkeit Betroffenheit auslösen können. So kann das Medium dazu beitragen, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Empathie, Urteilsfähigkeit und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein zu fördern.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.4b Evangelisch-katholisches Gemeinschaftsprojekt: Evangelisch – Katholisch.

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

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