Dieses Video eignet sich besonders für den katholischen Religionsunterricht, wenn Themen wie Erinnerungskultur, Menschenwürde, Verfolgung, Gewissen und Mitmenschlichkeit behandelt werden. Im Anschluss an das Video kann eine Reflexion über die Bedeutung von Zeugnissen wie dem Tagebuch von Anne Frank stattfinden – Warum erzählen Menschen ihre Geschichte? Was bedeutet es, sich an Leid zu erinnern? Wie können wir Verantwortung für die Erinnerung übernehmen?
Methodisch bietet sich ein problemorientierter Einstieg an: Die Lehrkraft kann mit einer Leitfrage beginnen, etwa Was würdest du tun, wenn du verfolgt wirst? oder Warum ist es wichtig, sich an Menschen wie Anne Frank zu erinnern? Anschließend kann das Video gemeinsam oder in Gruppen angesehen werden. Es folgen kleine Arbeitsphasen, in denen die Schüler:innen zentrale Begriffe (z. B. Verfolgung, Ausgrenzung, Tagebuch) erläutern, oder Partnerinterviews, in denen sich Schülerinnen und Schüler gegenseitig erzählen, was sie am meisten bewegt hat.
Eine weiterführende ethische Diskussion kann religionspädagogisch darauf ausgerichtet sein, was christlicher Glaube über Solidarität, Nächstenliebe und den Schutz des Lebens sagt und wie diese Begriffe angesichts der Geschichte von Anne Frank zu verstehen sind. Methoden wie Rollenspiele, Erinnerungskarten schreiben oder eine Gedenkminute mit Gebet können den emotionalen Zugang vertiefen. Das Video eignet sich für Klassen ab der Sekundarstufe I und kann gut fächerübergreifend mit Geschichte oder Ethik verknüpft werden.