Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders zur Behandlung bioethischer Fragestellungen im Horizont christlicher Anthropologie und Verantwortungsethik. Didaktisch zentral ist die Leitfrage nach dem verantwortbaren Umgang des Menschen mit dem Leben: Darf der Mensch alles tun, was er kann? Methodisch empfiehlt sich ein problemorientierter Einstieg, etwa über Fallbeispiele (Gentherapie bei schweren Erbkrankheiten, gentechnisch veränderte Lebensmittel), die an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen.
In der Erarbeitungsphase kann das Video arbeitsteilig oder sequenziell eingesetzt werden, unterstützt durch Leitfragen zu Nutzen-Risiko-Abwägungen, zum Menschenbild sowie zur Rolle von Wissenschaft und Wirtschaft. Besonders fruchtbar ist eine ethische Vertiefung im Rückgriff auf zentrale Maßstäbe der katholischen Ethik, etwa Menschenwürde, Schutz des Lebens, Verantwortung für die Schöpfung und Gemeinwohlorientierung. Diskursive Methoden (Pro-/Contra-Debatte, Dilemma-Diskussion, ethisches Vier-Felder-Schema) fördern Urteilskompetenz und Argumentationsfähigkeit.
Das Medium ist vor allem für die Sekundarstufe I (ab Klasse 9) und II geeignet und lässt sich gut fächerübergreifend mit Biologie oder Politik einsetzen. Insgesamt unterstützt das Video einen reflektierten, wertorientierten Zugang zu einem hochaktuellen Zukunftsthema und stärkt die Fähigkeit der Lernenden, naturwissenschaftlichen Fortschritt kritisch und ethisch verantwortet zu beurteilen.