Der Einstieg gelingt über die Bild- und Textgeschichte „Max und Flocke auf dem Schulfest“, in der eine konflikthafte Situation, ein weinendes, alleingelassenes Mädchen, im Mittelpunkt steht. Anhand einer detailreichen Illustration analysieren die Lernenden unterschiedliche Reaktionen von Kindern und Erwachsenen, setzen sich mit Wegschauen, Mitgefühl und Hilfe auseinander und reflektieren eigene Gefühle und mögliche Handlungsoptionen. Dadurch wird Perspektivwechsel gefördert und moralisches Urteilen angebahnt.
Darauf aufbauend vertieft das Material das Thema Helfen im Alltag. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass soziales Handeln nicht auf außergewöhnliche Situationen beschränkt ist, sondern im familiären Umfeld, in der Schule und im täglichen Zusammenleben beginnt. Begriffe wie „sozial“, „helfen“ und „Gemeinschaft“ werden gemeinsam geklärt und in Bezug auf Nutzen für Einzelne und für die Gemeinschaft reflektiert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Gemeinschaft. In Partner- und Klassengesprächen setzen sich die Lernenden mit Fragen auseinander, was Gemeinschaft bedeutet, warum sie wichtig ist, welche Regeln sie benötigt und wie mit Konflikten umgegangen werden kann. Dabei wird deutlich, dass Gemeinschaft sowohl Chancen als auch Herausforderungen beinhaltet und auf gegenseitigem Respekt, Verantwortung und Kommunikation beruht.
Handlungsorientierte und kreative Elemente ergänzen die Reflexionsphasen. So gestalten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Regelposter für ein soziales Miteinander, visualisieren Regeln mit Fotos oder Bildern und erproben Gemeinschaft praktisch in kooperativen Spielen wie dem „Gordischen Knoten“. Diese Methoden stärken Teamfähigkeit, Absprachen und Problemlösekompetenz.
Ein bedeutsamer Teil des Materials widmet sich der Stärkenorientierung. Durch Übungen zum persönlichen Stärkenprofil erfahren die Lernenden, dass jeder Mensch individuelle Fähigkeiten besitzt, die für andere wertvoll sein können – insbesondere in Hilfe- und Notsituationen. Wertschätzende Rückmeldungen im Stuhlkreis fördern Selbstbewusstsein und Empathie.
Abschließend weitet das Material den Blick auf ehrenamtliches Engagement. Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Möglichkeiten kennen, wie Kinder und Jugendliche sich freiwillig engagieren können, recherchieren lokale Einrichtungen und setzen sich mit rechtlichen Rahmenbedingungen auseinander. Ergänzt wird dies durch spielerische Wortschatzarbeit und Sachinformationen zu Hilfe, Rettung und Notrufnummern.
Insgesamt bietet das Unterrichtsmaterial Lehrkräften eine klar strukturierte, abwechslungsreiche und schülernahe Einheit, die Erzählen, Bildanalyse, Diskussion, Kreativität und handlungsorientiertes Lernen verbindet. Es unterstützt die Entwicklung von Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein und sozialer Handlungskompetenz und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Werte- und Gemeinschaftsbildung im schulischen Kontext