Einleitend betont der Autor, dass die Geschichten Kindern helfen sollen, die Glaubenswahrheiten emotional und existenziell zu verstehen. Jede Einheit zeigt eine andere Weise, wie Gott dem Menschen nahe ist: als liebender Vater, als Schöpfer und Erlöser, als der, der Trennung überwindet, sowie in Jesus Christus und im Wirken des Heiligen Geistes.
Die erste Einheit behandelt Gott als den Vater, der liebt und annimmt. Die Geschichte „Das weiße Taschentuch“ erzählt von einem Heimkehrer, der nach vielen Jahren voller Schuldängste zu seinen Eltern zurückkehrt und an den unzähligen weißen Tüchern am Haus erkennt, dass er willkommen ist. Die Auslegung betont: Gott wartet wie ein Vater voller Erbarmen auf jeden Menschen, der umkehrt (Jes 55,7).
Die zweite Einheit stellt Gott als Schöpfer und Erlöser vor. Sie nutzt die Erzählung vom „verlorenen Boot“: Ein Junge verliert sein selbstgebautes Boot durch Diebstahl und kauft es später teuer zurück. Das Bild verdeutlicht, dass Gott den Menschen doppelt besitzt – weil er ihn geschaffen und in Christus zurückgekauft hat (Jes 43,1). Die Auslegung betont die befreiende Gewissheit, Gottes Eigentum zu sein.
Die dritte Einheit thematisiert die Trennung zwischen Gott und Mensch durch Sünde. Die Erzählung „Das geschlossene Fenster“ schildert ein Kind auf der Isolierstation, getrennt von seiner Mutter – ein Bild für die Mauer der Schuld. Durch Jesu Tod ist diese Mauer jedoch eingerissen (Eph 2,12–18). Der Autor ergänzt persönliche Erfahrungen von Trennung und die biblischen Bilder des Mauersturzes, um die Bedeutung der Versöhnung lebendig werden zu lassen.
In der vierten Einheit geht es um die Frage, warum Jesus in die Welt kam. Die Geschichte „Warum Scheich Ali rannte“ zeigt einen reichen Scheich, der viele Diener hat, aber bei der Not seines Sohnes selbst läuft. Dies verdeutlicht: Auch Gott hätte Engel oder Propheten senden können – doch er selbst kommt in Jesus (Hebr 1,1–4). Pädagogisch wird hervorgehoben: Gottes Zuwendung zu den Menschen ist „Chefsache“.
Die fünfte Einheit erklärt das stellvertretende Sterben Jesu. In „Ein Leben für ein Leben“ opfert ein unschuldiger Bruder sein Leben für den schuldigen Zwilling, der schuldig geworden ist. Die Geschichte veranschaulicht, dass Jesus für die Sünden aller Menschen stirbt (2 Kor 5,14–21) und ein neues Leben ermöglicht, „gekleidet“ in seine Gerechtigkeit.
Die sechste Einheit entfaltet den Glauben an Jesu Auferstehung. In „Der Kapitän und der Kabinenjunge“ ringt ein sterbender Seemann mit der Frage nach Gott und findet durch die schlichte Verkündigung eines Jungen Trost. Das Material macht deutlich: Wer an Jesus glaubt, empfängt ewiges Leben (Joh 3,16).
Die siebte Einheit thematisiert das Wirken des Heiligen Geistes. Die Erzählung „Ein Zuhause für Virginia“ zeigt, wie Gottes Geist Menschen verwandelt und ihnen ein neues Leben schenkt (Röm 8,1–11). Die Auslegung betont, dass der Geist Menschen frei macht und neue Kraft gibt, nach Gottes Willen zu leben.
Insgesamt führt das Material Kinder und Jugendliche – und ebenso Erwachsene – Schritt für Schritt durch die Grundwahrheiten des christlichen Glaubens. Es verbindet anschauliche Geschichten, biblische Texte, persönliche Erfahrungen des Autors sowie Gebete und kurze theologische Vertiefungen zu einem leicht zugänglichen, aber tiefgründigen Unterrichtskonzept. Die Botschaft durch alle Einheiten hinweg lautet: Gott ist dem Menschen in Liebe zugewandt – in Schöpfung, Erlösung, Vergebung, Begleitung und Erneuerung.