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Jungschar

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Ihr sollt meine Zeugen sein

Veröffentlichung:1.1.2021

Die Unterrichtsreihe "Gott meint es gut mit dir " mit 70 Seiten bietet zehn ausgearbeitete Bibelarbeiten zu zentralen Stationen des Paulus in der Apostelgeschichte. Die Entwürfe stammen aus der Erfahrung von Zeltlagern und betonen daher Interaktion, Anschaulichkeit und eigenständige Textbegegnung.


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Im Vorwort betont Hoffarth, dass die Bibelarbeiten bewusst unterschiedlich gestaltet sind, da sie in verschiedenen Situationen entstanden: Kinderfest, altersgetrennte Gruppen, Lagergottesdienste u. a. Das Material arbeitet stark mit Rollenspielen, Impulsen, Gesprächsanlässen, Beobachtungsaufgaben, Vergleichen zwischen Bibelübersetzungen, Deutungen von Visionen sowie Bezügen zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Wiederkehrendes Ziel ist es, die biblischen Texte existenziell erfahrbar zu machen und zum Nachdenken über eigene Entscheidungen, Prägungen und Glaubenswege anzuregen.

Die Bibelarbeiten folgen dem Weg des Paulus vom Verfolger zum Apostel. Ausgehend von den Erzählungen über Stephanus (Apg 7–8) wird Saulus zuerst als Gegner der jungen Gemeinde charakterisiert. Die Steinigung des Stephanus wird genutzt, um Lernende mit der Frage zu konfrontieren, wozu Menschen fähig sind, was sie in Rage versetzt und welche Konsequenzen „Zeugen sein“ haben kann. Die Rollen von Saulus („Aufpasser“) und Stephanus („erster Märtyrer“) werden kontrastiert – einschließlich der jüdischen Praxis der Steinigung, der Rolle der Zeugen und der starken theologischen Aussage „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche“.

Es folgt die große Wende des Paulus (Apg 9): Die Bekehrung wird als dramatischer Umbruch dargestellt, der den Lernenden die Themen Gehorsam, Vertrauen, göttliche Führung, Visionen und die Bedeutung von Glaubenswagnissen nahebringt. Besonders stark hervortritt der Gedanke, dass Glaube immer auch ein praktisches Wagnis ist („Glaube als Vollzug“). Die Begegnung mit Hananias zeigt, wie Gott auch „einfache Christen“ in seinen Dienst nimmt, und lädt zum Nachdenken über Mut, Berufung und Vergebung ein.

Der Zwischenbericht zu Apg 9–11 zeichnet nach, wie Paulus’ Empfang in der Gemeinde zunächst von Angst begleitet ist und wie Barnabas als vermittelnde Figur seine Aufnahme ermöglicht – ein Beispiel für die Bedeutung von Fürsprache und Vertrauen. Die Entwicklung der Gemeinde von Antiochia wird als frühe Missionszentrale und als Ort betont, an dem zum ersten Mal der Name „Christen“ auftaucht.

Das Jerusalemer Apostelkonzil (Apg 15) wird als klassisches Beispiel für Konfliktlösung und Gemeindeleitung dargestellt: Die Frage, ob Heiden Christen werden dürfen, ohne Juden zu werden, wird anhand der Argumentation von Petrus und Jakobus entfaltet. Für heutige Lernende eignet sich diese Szene, um Kompromissfähigkeit, theologisches Urteilsvermögen und den Umgang mit Meinungsverschiedenheiten zu thematisieren.

Mit Apg 16 beginnt die Darstellung der zweiten Missionsreise und damit der Übertritt nach Europa. Die Vision des mazedonischen Mannes wird als Beispiel gedeutet, wie Gott Wege durchkreuzen und neu öffnen kann. Die Bekehrung Lydias zeigt die Bedeutung von Frauen in den frühen Gemeinden sowie die sozialen Dynamiken von Hausgemeinschaften.

Die darauffolgenden Ereignisse in Philippi (Apg 16,16–40) verbinden konfliktgeladene Alltagssituationen – Ausnutzung und Missbrauch, wirtschaftliche Interessen, ungerechte Verfolgung – mit dem kraftvollen Handeln Gottes. Die Gefangenschaft von Paulus und Silas, ihr Singen im Gefängnis und das Erdbeben werden genutzt, um über Gottes Beistand in Krisen, über Lobpreis trotz Leid und über Zivilcourage nachzudenken. Die Bekehrung des Gefängniswärters veranschaulicht, wie existenziell die Frage nach Rettung erlebt werden kann.

Weitere Bibelarbeiten (Apg 22–23; 23; 27–28) beleuchten das Zeugnis des Paulus vor politischen Instanzen, die List seiner Gegner, seine Rettung und schließlich seine Reise nach Rom. Dabei werden Fragen der Verantwortung, der Standhaftigkeit im Glauben und der Bedeutung von Gottes Schutz in Bedrängnissen behandelt.

Die Entwürfe schließen jeweils mit Fragen zur Weiterarbeit, die Lehrkräfte direkt in Unterricht, Gruppenarbeit oder Gesprächen einsetzen können. Häufig regen sie dazu an,

Rollen zu übernehmen,

Situationen ins Heute zu übertragen,

Karten und Texte zu vergleichen,

über Visionen, Zeichen und Berufungen nachzudenken,

den eigenen Glaubensweg zu reflektieren.

Insgesamt verfolgt das Material ein klares Grundanliegen: Paulus als Zeugen Christi so darzustellen, dass Kinder und Jugendliche in seiner Lebensgeschichte Orientierung, Ermutigung und Herausforderungen für ihren eigenen Glauben finden – ohne pädagogische Überfrachtung, aber mit viel Raum für Gespräch und persönliche Aneignung.

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