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Stadtmission Freiburg

Stadtmission Freiburg

Alles bleibt anders

Veröffentlichung:1.3.2023

Das Heft "Alles bleibt anders" mit 40 Seiten thematisiert den tiefgreifenden Wandel unserer Zeit politisch, gesellschaftlich, ökologisch, technologisch und fragt danach, wie Menschen mit Unsicherheit, Zukunftsangst und beschleunigten Veränderungen umgehen können. Das Editorial betont, dass viele Entwicklungen zwar Fortschritt bedeuten, zugleich aber Überforderung und Verunsicherung auslösen. Der christliche Glaube wird als Quelle von Gelassenheit und Hoffnung präsentiert, verankert in der Zusage, dass Gott die Menschen auch in turbulenten Zeiten begleitet

Das Themenheft „Alles bleibt anders“ der Evangelischen Stadtmission Freiburg setzt sich mit den tiefgreifenden Veränderungen auseinander, die das persönliche Leben, die Gesellschaft und die Kirche prägen. Ausgehend von aktuellen Entwicklungen wie Digitalisierung, Klimawandel, Kriegen, gesellschaftlichen Umbrüchen und Zukunftsängsten fragt das Heft nach christlichen Perspektiven auf Wandel und Unsicherheit. Die Beiträge verbinden biblische Impulse mit Erfahrungen aus dem Alltag und zeigen, wie der christliche Glaube Orientierung, Hoffnung und Vertrauen schenken kann. Themen wie Sorgen und Zukunftsängste, der Weg mit Gott, die Emmausgeschichte als Hoffnungsgeschichte, die Auferstehung Jesu als Grundlage christlicher Zuversicht, Veränderungen in Kirche und Gesellschaft sowie Beispiele gelebter Nächstenliebe verdeutlichen, dass Veränderung zum Leben gehört und zugleich von Gottes Begleitung getragen wird. Das Medium lädt dazu ein, eigene Erfahrungen mit Wandel zu reflektieren und den Glauben als Quelle von Hoffnung, Mut und Verantwortung für die Zukunft zu entdecken.


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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und der beruflichen Schulen sowie für die Erwachsenenbildung. Es kann in Unterrichtseinheiten zu den Themen Zukunft, Hoffnung, Vertrauen, Auferstehung, Lebensgestaltung, Kirche, Verantwortung und christliche Ethik eingesetzt werden. Die lebensnahen Texte ermöglichen einen problemorientierten Zugang, weil sie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen mit biblischen Hoffnungsbotschaften verbinden. Ein motivierender Einstieg kann über die Frage erfolgen, welche Veränderungen die Lernenden in ihrem eigenen Leben oder in der Welt wahrnehmen und welche Gefühle diese Veränderungen auslösen. Anschließend lassen sich die Beiträge arbeitsteilig erschließen und hinsichtlich ihrer theologischen Aussagen auswerten. Besonders die Auslegung der Emmausgeschichte eröffnet Möglichkeiten, biblische Hoffnung mit persönlichen Erfahrungen von Enttäuschung, Neuanfang und Zukunft zu verknüpfen. Die Texte über Sorgen und Zukunftsängste können mit aktuellen gesellschaftlichen Themen verbunden und durch Diskussionen, Zukunftswerkstätten oder strukturierte Debatten vertieft werden. Ebenso bietet sich die Gestaltung einer Hoffnungscollage, eines Zukunftsplakates oder eines persönlichen Hoffnungstagebuches an. Kreative Schreibaufgaben wie Briefe an das eigene zukünftige Ich oder Gebete für eine unsichere Zukunft fördern die persönliche Auseinandersetzung mit den Inhalten. Die Artikel über Kirche im Wandel ermöglichen zudem eine kritische Reflexion über Aufgaben und Zukunft der Kirche sowie über Formen gelebter Gemeinschaft und Diakonie. Das Medium unterstützt die religiöse Urteilsfähigkeit, stärkt die Dialogfähigkeit und fördert die Kompetenz der Lernenden, biblische Aussagen auf gegenwärtige Lebenssituationen zu beziehen. Durch die Verbindung theologischer Reflexion mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen entstehen vielfältige Anknüpfungspunkte für einen lebensweltorientierten und kompetenzorientierten Religionsunterricht.


Ein theologischer Impuls beschreibt, wie Jesus seine Zuhörer ermutigte, Sorgen Schritt für Schritt anzugehen: nicht alles auf einmal, sondern „für heute“ handeln. Dies soll Menschen helfen, angesichts Krisen handlungsfähig zu bleiben. Die Emmausgeschichte dient als Beispiel für Zukunftsangst und ihre Überwindung: Die Jünger resignieren zunächst, erkennen dann aber den Auferstandenen und finden so neue Hoffnung und Perspektive. Der Text lädt dazu ein, Auferstehung als Transformationskraft für das eigene Leben zu verstehen und daraus Zuversicht für gesellschaftliche Veränderungen zu gewinnen

Ein weiterer Beitrag stellt das Projekt Dock3 vor – ein niedrigschwelliges Nachhilfe- und Gemeinschaftsangebot für Jugendliche, viele davon mit Fluchterfahrung. Interviews zeigen, wie wesentlich diese Unterstützung für schulischen Erfolg, Sprachkompetenz und persönliche Stabilität der Jugendlichen ist. Für viele ist Dock3 ein verlässlicher Ort, an dem sie gesehen und begleitet werden

In einem umfangreichen gesellschaftlichen Blickwinkel wird die Lage der evangelischen Kirche analysiert. Finanzielle Engpässe, Mitgliederschwund und Personalmangel erzwingen strukturelle Veränderungen. Vorgestellt werden neue Modelle kooperativer, teamorientierter und „regio-lokaler“ Kirchenarbeit, die stärker an sozialen Räumen, Ehrenamt und dialogischem Hören auf Menschen ausgerichtet ist. Gleichzeitig wird betont, dass innovative Gottesdienstformen, stärkere Diakonie und neue Formen digitaler Präsenz Chancen des Wandels darstellen

Mehrere soziologische Beiträge analysieren die Zukunftsperspektiven in Deutschland: Vertrauensverluste gegenüber Institutionen, Zukunftspessimismus und gesellschaftliche Verunsicherung prägen das Bild vieler Menschen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass im direkten Umfeld oft deutlich mehr Zusammenhalt empfunden wird als in der medialen Darstellung. Die Menschen erleben einen epochalen Umbruch und müssen lernen, mit Ungewissheit zu leben. Zugleich wird die Bedeutung von Solidarität, Gerechtigkeit und demokratischer Kultur hervorgehoben

Ein weiterer Text thematisiert die digitale Transformation. Die Befragungen zeigen, dass Menschen die Digitalisierung nicht nur als technische, sondern als gesellschaftliche Veränderung erleben. Entscheidend ist dabei, ob sie sich handlungsfähig fühlen. Statt „German Angst“ sei ein gemeinsamer Lernprozess nötig, der Beteiligung und Empowerment stärkt und „Lust auf Zukunft“ weck

Schließlich enthält das Heft zahlreiche Einblicke in diakonische Arbeit: etwa die Bahnhofsmission, die im Winter Wärme, Gemeinschaft und konkrete Hilfe bietet; Aktionen wie „Glanz und Segen“ am Freiburger Hauptbahnhof; oder die große Weihnachtspäckchenaktion „Karton mit Herz“ für die Ukraine, die im Jahr 2024 einen Rekordwert erreichte. Diese Berichte zeigen, wie praktische Nächstenliebe Hoffnung sichtbar macht und Menschen in schwierigen Lebenssituationen stärkt


Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Widerstehe den Anfängen: Wo werden heute Menschenrechte verletzt?

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