Christian Rau erläutert anschließend, welche Chancen und Schwierigkeiten beim Einsatz von Liedern bestehen und wie ein reflektierter Umgang mit Liedauswahl und Singkultur im Unterricht gelingen kann.
Auf den Seiten 8 bis 14 stehen medienpädagogische und jugendkulturelle Zugänge im Mittelpunkt. Jens Kramer zeigt anhand des Musikvideos Pray von Justin Bieber, wie ein populärer Clip zur Auseinandersetzung mit Armut, Mitgefühl und diakonischen Aufgaben anregen kann und welche verschiedenen Lesarten der Clip zulässt, darunter eine populäre religiöse Deutung, eine kritisch religiöse Perspektive und eine diakonische Interpretation
Birgit Zweigle führt danach in das Thema Gothic ein und zeigt, weshalb die ästhetische Welt dieser Szene im Religionsunterricht Raum für existenzielle und spirituelle Fragen junger Menschen bietet.
Auf den Seiten 18 bis 22 geht es um Spirituals, Gospels und Blues. Michael Frentz führt in die religiösen Wurzeln dieser Musik ein und zeigt, wie die Lieder von Befreiung, Hoffnung und gemeinschaftlicher Identität erzählen. Anschließend reflektiert ein kurzer Beitrag zum Thema Cool sein, wie Musik Selbstbilder Jugendlicher formt und wie Lehrkräfte dieses Potenzial konstruktiv aufgreifen können.
Auf den Seiten 27 bis 35 folgen Hintergrundartikel zu Musik in religiösen Bildungsprozessen. Peter Bubmann zeichnet die historische Bedeutung des Gesangs nach, der seit der Reformation als wesentliches Medium religiöser Bildung galt, und ordnet Musik in verschiedene Einsatzfelder des Religionsunterrichts ein, wie Gottesdienst, Gebet, Meditation und Lebensfragen
Olaf Trenn erläutert, weshalb Lieder tiefgehende Erfahrungsräume eröffnen und im Unterricht nicht nur als Auflockerung dienen dürfen, da sie Ausdrucksformen eigener religiöser Suche und gemeinschaftlicher Identität sind
Andreas Mertin beschreibt die Bedeutung von Musikvideos für Jugendliche und zeigt, wie Clips im Unterricht zur Analyse von Sinnangeboten und Wertvorstellungen genutzt werden können, da sie zu den verdichtetsten Ausdrucksformen gegenwärtiger Kultur gehören
Henning Schluss reflektiert kritisch die Frage, ob das Singen im Unterricht als Indoktrination gelten könnte, und zeigt, weshalb ein ausgewogener, reflektierter Umgang notwendig ist, ohne die ganzheitliche Dimension des Unterrichts auszublenden
Auf den Seiten 38 bis 42 widmet sich Maik Becker der Musiktheologie Martin Luthers und verdeutlicht, wie sehr Luther Musik als Teil der Verkündigung und als Zugang zum Glauben verstand. Der kurze Abschnitt Aufgespiesst auf Seite 41 bietet eine pointierte bildungspolitische Reflexion des Religionsunterrichts.
Die Rubrik Medien auf den Seiten 48 bis 51 enthält Literaturtipps zu Musik und Religionsunterricht sowie Empfehlungen von CDs und Filmen. Vorgestellt werden unter anderem grundlegende Werke zur Bedeutung von Musik in der Kirche und in der religiösen Bildung sowie Medien, die im Unterricht eingesetzt werden können, etwa das elektronische evangelische Gesangbuch oder der Film Vaya con Dios, der Musik und Mönchsleben miteinander verbindet
Abgerundet wird das Heft durch den Bereich Umkreis mit Informationen zu kulturellen Veranstaltungen und einem kunstpädagogischen Artikel zur Ausstellung Der geteilte Himmel, in dem gezeigt wird, wie Kunst der Nachkriegszeit Spannungen zwischen Ost und West sichtbar macht und damit auch religiöse und existenzielle Fragen berührt
Die Fortbildungsangebote am Ende des Heftes bieten Lehrkräften praktische Möglichkeiten, sich weiter in Musikpädagogik, Medienarbeit und spiritueller Praxis zu qualifizieren.
Wenn du möchtest, kann ich dir daraus auch eine gekürzte Version, eine Stichpunktübersicht oder eine fachdidaktische Zusammenfassung für deinen Unterricht erstellen.