Der unterrichtliche Ablauf ist in vier Lektionen gegliedert:
Lektion 1 beginnt mit einem Spiel (Flüstertelefon) zur Verdeutlichung von Sprechen und Zuhören – als Analogie zum Beten. Die Kinder erarbeiten gemeinsam, dass Gebet Lob, Dank, Bitte und Klage enthalten kann. Anschließend wird das Kreuzzeichen eingeführt als Begrüßung und Verabschiedung im Gebet. Der Abschluss bildet ein Gebetslied („Es segne und behüte uns“).
Lektion 2 startet mit Wiederholung und Vertiefung des Kreuzzeichens. In einem Gespräch wird die Idee eingeführt, Gott mit großer Ehrfurcht zu begegnen, wie man einem wichtigen Gast begegnen würde – durch Lobgebete, Musik, Aufmerksamkeit, usw. Das Lobgebet „Ehre sei dem Vater“ wird eingeübt und mit einem Gebetswürfel als Bastelarbeit verknüpft, um das Gebet auch visuell ins Gedächtnis zu rufen.
Lektion 3 fokussiert sich auf das Morgen- und Abendgebet. Die Kinder ergänzen Lückentexte und übertragen Tätigkeiten des Tages in Gebetsformen. Hier wird auch besprochen, zu welchen Zeiten (Morgen, Abend) man beten kann. Ein Teil der Bastelarbeit (Gebetswürfel) wird weitergeführt.
Lektion 4 geht noch tiefer auf das Zuhören im Gebet ein: Die Lehrperson führt ein Dreiecksymbol ein (Vater, Sohn, Heiliger Geist) und erklärt, dass Gott zu uns spricht – durch die Heilige Schrift, durch die Kirche, durch das Leben der Heiligen und durch gute Menschen. Zudem wird das Thema „Gott spricht im guten Herzen“ eingeführt, und die Kinder sammeln Begriffe, die sie mit einem guten Herz verbinden. Der Gebetswürfel wird fertiggestellt und mit nach Hause gegeben, um dort als Erinnerungshilfe genutzt zu werden.
Am Ende des Materials gibt es Hinweise zur didaktischen Einbettung im Lehrplan des Kantons Graubünden, in dem das Thema „Beten lernen“ und das Erkennen symbolischer Handlungen eine Rolle spielen. Ebenfalls enthalten sind zahlreiche Arbeitsblätter (AB 1 bis AB 5) mit Gitterrätseln, Ausfülltexten, Bildzuordnungen und Kopiervorlagen zum Basteln. Die Gebete, mit denen die Kinder vertraut gemacht werden, sind u. a. das Kreuzzeichen, „Ehre sei dem Vater“, das Morgen- und Abendgebet sowie das „Vater unser“.
Der Aufbau ist so gestaltet, dass Kinder schrittweise vom einfachen Beten (Sprechen mit Gott) über das Einüben bekannter Gebete hin zum Hören auf Gott geführt werden. Die Verbindung von Gespräch, Spiel, Gebet, Bastelarbeit und Liedermusik sorgt für abwechslungsreichen Religionsunterricht, der visuelle, auditive und praktische Zugänge verbindet.