Das Video eignet sich für den Religionsunterricht in der Grundschule sowie in den unteren Jahrgangsstufen der Sekundarstufe. Es vermittelt zentrale Aussagen über das Wirken Jesu in den Tagen vor seiner Verhaftung und macht deutlich, wie sich die Spannungen zwischen Jesus und den religiösen Führern weiter zuspitzen. Gleichzeitig lernen die Lernenden wichtige Grundlagen christlicher Ethik kennen.
Der Einstieg kann mit der Frage erfolgen, was Menschen unter Gerechtigkeit, Verantwortung und Ehrlichkeit verstehen. Anschließend bietet das Gleichnis von den Weinbergpächtern die Möglichkeit, über Vertrauen, Verantwortung und den respektvollen Umgang mit dem Eigentum und den Erwartungen anderer nachzudenken. Gemeinsam können die Lernenden überlegen, weshalb die Pächter immer gewalttätiger handeln und welche Botschaft Jesus mit dieser Geschichte vermitteln möchte. Dabei sollte herausgearbeitet werden, dass das Gleichnis auf die Ablehnung Jesu hinweist und seinen bevorstehenden Tod ankündigt.
Die Begegnung über die Steuer an den Kaiser eignet sich, um mit den Lernenden über Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft sowie über die Verantwortung gegenüber Gott ins Gespräch zu kommen. Dabei wird deutlich, dass Jesus einfache Gegensätze vermeidet und zu einer verantwortungsvollen Lebensführung aufruft.
Die Fragen zur Auferstehung eröffnen die Möglichkeit, über christliche Hoffnung und das Leben nach dem Tod zu sprechen. Die Lernenden können erkennen, dass Jesus den Himmel nicht als bloße Fortsetzung des irdischen Lebens beschreibt, sondern als eine neue Wirklichkeit bei Gott.
Das Doppelgebot der Liebe bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Kapitels. Gemeinsam kann erarbeitet werden, weshalb Gottesliebe und Nächstenliebe untrennbar miteinander verbunden sind. Die Lernenden können Beispiele aus ihrem Alltag sammeln, in denen Liebe, Hilfsbereitschaft, Vergebung und Rücksichtnahme sichtbar werden.
Die Warnung vor den Schriftgelehrten regt dazu an, über den Unterschied zwischen äußerem Schein und innerer Haltung nachzudenken. Daran schließt sich die Erzählung von der armen Witwe an. Sie verdeutlicht, dass Gott nicht auf den materiellen Wert einer Gabe achtet, sondern auf die Bereitschaft eines Menschen, aus ehrlichem Vertrauen und mit aufrichtigem Herzen zu handeln.
Methodisch bietet sich an, die einzelnen Abschnitte in Gruppen bearbeiten zu lassen. Jede Gruppe kann eine Szene zusammenfassen, ihre Aussage erklären und ihre Ergebnisse präsentieren. Rollenspiele zu den Gesprächen Jesu mit seinen Gegnern fördern das Textverständnis und ermöglichen Perspektivwechsel. Ebenso können die Lernenden Standbilder gestalten oder Symbole entwickeln, die die Kernaussagen der einzelnen Erzählungen darstellen. Eine abschließende Reflexion kann der Frage nachgehen, welche der Aussagen Jesu heute für das eigene Leben besonders wichtig erscheint und weshalb.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Warum erzählt Jesus das Gleichnis von den Weinbergpächtern?
Jesus macht deutlich, dass Gottes Boten immer wieder abgelehnt wurden und kündigt zugleich seinen eigenen Tod an.
Wen stellen die Weinbergpächter im Gleichnis dar?
Sie stehen für Menschen, die Gottes Auftrag ablehnen und seine Boten zurückweisen.
Warum schicken die religiösen Führer Jesus Fangfragen?
Sie möchten ihn in eine Falle locken und einen Grund finden, gegen ihn vorzugehen.
Was bedeutet Jesu Antwort zur Steuer an den Kaiser?
Jesus zeigt, dass Menschen Verantwortung gegenüber dem Staat tragen und gleichzeitig Gott an die erste Stelle setzen sollen.
Was lehrt Jesus über die Auferstehung?
Er erklärt, dass das Leben bei Gott anders sein wird als das irdische Leben und dass Gott ein Gott des Lebens ist.
Welches ist das wichtigste Gebot?
Das wichtigste Gebot ist die Liebe zu Gott mit ganzem Herzen. Untrennbar damit verbunden ist die Liebe zum Mitmenschen.
Warum warnt Jesus vor den Schriftgelehrten?
Er kritisiert Menschen, die sich nach außen besonders fromm zeigen, innerlich aber ungerecht handeln.
Warum lobt Jesus die arme Witwe?
Die Witwe gibt nur eine kleine Geldsumme, schenkt Gott aber alles, was sie besitzt. Ihre Hingabe ist größer als die großen Spenden der reichen Menschen.
Welche zentrale Botschaft vermittelt Markus 12?
Wahrer Glaube zeigt sich in Liebe zu Gott, Liebe zum Mitmenschen, Ehrlichkeit, Vertrauen und einer aufrichtigen Haltung des Herzens.