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Bonifatiuswerk

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Radikal heilig - Mein Erbe ist Europas Zukunft

Veröffentlichung:24.9.2025

Die Unterrichtsreihe „Radikal heilig“ (Bonifatiuswerk 2018) ist ein umfangreiches Materialpaket für Pastoral-, Schul- und Jugendarbeit im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahrs. Ziel ist es, Jugendlichen die christlichen Wurzeln Europas anhand von Biografien von Heiligen näherzubringen und deren Bedeutung für heutige Fragen von Identität, Kultur und Zusammenleben erfahrbar zu machen. Das Material verknüpft biografisches Lernen, die Auseinandersetzung mit Herausforderungen in Europa und den Erwerb von Medienkompetenz (Smartphone-Video).

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Didaktisch und methodisch gliedert sich die Einheit in vier Bausteine: (1) Lebenslinien – Jugendliche reflektieren eigene Lebenswege mit Herausforderungen, Fähigkeiten und Kraftquellen und vergleichen sie mit den Biografien von Heiligen (z. B. Vinzenz von Paul, Franz von Sales, Edith Stein, Theresia von Avila, Elisabeth von Thüringen). (2) Heilige und aktuelle Herausforderungen der EU – historische Erfahrungen von Orientierungslosigkeit, Migration oder sozialer Not werden mit heutigen europäischen Problemen verbunden. (3) Drehbuch und Videoproduktion – die Jugendlichen verfassen ein Drehbuch, planen Szenen und drehen ein dreiminütiges Video zu „Herausforderungen damals und heute“. (4) Heilige als Träger europäischer Kultur – die grenzüberschreitende Verehrung wird als identitätsstiftendes Element Europas reflektiert.
Die Materialien enthalten Arbeitsblätter, Powerpoint-Folien, Biografien, konkrete Arbeitsaufträge und Anleitungen zum Filmen.

Die Unterrichtsreihe verfolgt mehrere Lernziele: Wissen über Heilige und europäische Kultur, Können im Reflektieren eigener Biografien und im Filmen, Erkennen von Heiligen als Gestalter Europas, Wertung von Lösungsstrategien, Gestalten eigener kreativer Produkte und Kommunizieren der Ergebnisse. Zentrale Kompetenzen sind Wahrnehmen, Verstehen, Urteilen, Gestalten, Kommunizieren und Teilhaben. Der Lehrplanbezug ist breit: christliches Menschenbild, Lernen an Vorbildern, Biografisches Lernen, Lebensstile und Sinnoptionen. Durch Aufgaben wie Lebenslinien, Lebensbäume, Interviews oder Kurzfilme wird Jugendlichen ermöglicht, Heiligkeit nicht als abstraktes Ideal, sondern als Weg mit Brüchen, Neuanfängen und Orientierungskraft zu entdecken.

Das Treffen behandelt die Unterrichtsreihe „Radikal heilig“, die sich mit den christlichen Wurzeln Europas und deren Relevanz für junge Menschen beschäftigt. Ziel des Projekts ist es, die Bedeutung dieser Wurzeln für die persönliche Identität sichtbar zu machen. Die vier Doppelstunden verbinden biografisches Lernen mit Medienkompetenz. Jugendliche reflektieren ihre eigenen Werte, Ziele und Fähigkeiten, während sie die Lebensgeschichten europäischer Heiliger als Orientierungshilfe für persönliche Herausforderungen nutzen. Durch die Erstellung eines Smartphone-Videos erwerben sie zudem mediale Kompetenzen.

Die Wurzeln symbolisieren Halt und Wachstum und sind entscheidend für die Identität. Deshalb sollen die Jugendlichen ihre Herkunft als Kraftquelle entdecken und so ihr Selbstverständnis vertiefen. Die Lebensläufe der Heiligen zeigen, dass auch sie Zweifel und Herausforderungen erlebten – ein ermutigendes Signal für Jugendliche heute. Heilige werden als Vorbilder vorgestellt, die Wege durch Krisen fanden. Die Unterrichtseinheiten regen zum Vergleich zwischen den Lebenslinien der Jugendlichen und denen der Heiligen an und zeigen Lösungsansätze für persönliche Fragen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Medienkompetenz. Im dritten Baustein verfassen die Schülerinnen und Schüler Drehbücher, üben Filmkritik und produzieren ein dreiminütiges Video. Dabei lernen sie, professionelle Aspekte wie Dramaturgie, Technik und Präsentation zu berücksichtigen. Die kreative Umsetzung vertieft die Inhalte und eröffnet neue Ausdrucksformen.

Die Reihe thematisiert auch die Bedeutung christlicher Werte für die europäische Identität. Die grenzüberschreitende Verehrung von Heiligen wird als integrative Kraft verstanden. Jugendliche sollen sich als Teil einer gemeinsamen europäischen Kultur begreifen und aktiv am interkulturellen Austausch teilnehmen.

Die behandelten Heiligen verdeutlichen, wie durch Empathie, Mitgefühl, Bildung und Gemeinschaftsbildung gesellschaftliche Probleme gelöst werden können. Vinzenz von Paul, Franz von Sales, Johanna von Chantal, Edith Stein, Elisabeth von Thüringen oder Angela Merici stehen exemplarisch für Solidarität, Bildung, Mut und Gemeinschaft. Ihre Lösungsstrategien sind bis heute aktuell – etwa im Umgang mit Migration, Vereinsamung, Arbeitslosigkeit oder Sinnsuche. Jugendliche lernen, wie Glauben und Handeln zusammengehören und wie Heilige auch auf heutige Herausforderungen Antwort geben können.

Das Filmprojekt knüpft hier an: Die Klasse arbeitet als „Bewilligungsausschuss für Fördergelder“ und setzt die Lösungsstrategien eines Heiligen filmisch um. So werden historische Biografien, aktuelle Probleme und die Lebenswelt der Jugendlichen kreativ verknüpft.

Bild, Text

urheberrechtlich geschützt

24.9.2025

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Sequenz

Menschen & Welt ,Jesus Christus ,Kirche ,Religionen

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