RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
weltethos

weltethos

Islam

Veröffentlichung:30.7.2024

Die Unterrichtseinheit „Islam“ mit 79 Seiten stellt den Islam systematisch und schülergerecht vor. Es gliedert sich in größere Module wie „Muslim*innen in Deutschland“, „Der Glaube an den einen Gott“, „Der Koran“, „Die fünf Säulen des Islam“, „Islamische Gesetzgebung“, „Abraham im Islam“, „Jerusalem im religiösen Kontext“, „Ausbreitung des Islam“ und einen abschließenden Abschnitt zum gemeinsamen Grundethos und zum Dialog. Jede Einheit enthält Hintergrundtexte, Impulse, Arbeitsaufgaben und Anregungen zur Differenzierung. Das Material erlaubt eine modulare Nutzung – einzelne Kapitel können unabhängig verwendet oder gekürzt werden.

Das Medium „Islam. Ein Unterrichtsprojekt einsetzbar ab Klassenstufe 8“ vermittelt einen umfassenden und differenzierten Einblick in den Islam als Weltreligion. Ausgehend von der Lebenswelt muslimischer Menschen in Deutschland werden zentrale Glaubensinhalte, historische Entwicklungen und religiöse Traditionen erschlossen. Die Unterrichtseinheit behandelt den Glauben an den einen Gott, die Schahada, das Gottesbild im Islam, das Leben des Propheten Muhammad, den Koran, die Fünf Säulen des Islam, die Scharia, den Sufismus sowie die Ausbreitung des Islam. Darüber hinaus werden Themen wie Abraham als gemeinsame Gestalt der monotheistischen Religionen, Jerusalem als heilige Stadt, Sunniten und Schiiten, religiöse Vielfalt, das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft sowie Fragen des interreligiösen Dialogs und des Weltethos aufgegriffen. Zahlreiche aktuelle Bezüge zu muslimischem Leben in Deutschland fördern einen lebensweltlichen Zugang und regen zur kritischen Auseinandersetzung mit Vorurteilen, Diskriminierung und gesellschaftlichem Zusammenleben an.

Products

Die Unterrichtseinheit eignet sich für den Religionsunterricht ab Klassenstufe 8 und unterstützt den Erwerb religiöser, ethischer und interreligiöser Kompetenzen. Das Medium verfolgt einen dialogischen und multiperspektivischen Ansatz, der den Islam nicht ausschließlich als Glaubenssystem beschreibt, sondern ihn zugleich als gelebte Religion in Geschichte und Gegenwart erfahrbar macht. Die Lernenden erwerben grundlegendes Wissen über Glaubensinhalte und religiöse Praxis und setzen sich gleichzeitig mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander. Dadurch werden Vorwissen, eigene Erfahrungen und öffentliche Diskussionen aufgegriffen und kritisch reflektiert.

Bereits zu Beginn eröffnet die Unterrichtseinheit über Interviews, Umfragen und Gespräche zur religiösen Vielfalt einen lebensweltbezogenen Einstieg. Die Lernenden nehmen unterschiedliche religiöse Identitäten wahr und reflektieren ihre eigenen Vorstellungen sowie gesellschaftliche Bilder vom Islam. Dieser Zugang eignet sich besonders zur Aktivierung von Vorwissen und zur Sensibilisierung für Vielfalt, gegenseitigen Respekt und demokratisches Zusammenleben.

Die Materialien verbinden historische, theologische und ethische Perspektiven miteinander. Die Beschäftigung mit Muhammad, dem Koran und den Fünf Säulen vermittelt grundlegendes religiöses Wissen, während Themen wie Scharia, Kopftuch, Gleichberechtigung, Dschihad oder muslimisches Leben in Deutschland aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen aufgreifen. Dadurch lernen die Lernenden, zwischen religiösen Grundlagen, unterschiedlichen Auslegungen und politischen Instrumentalisierungen zu unterscheiden. Dies trägt wesentlich zum Abbau von Vorurteilen und zur Entwicklung einer reflektierten Urteilsfähigkeit bei.

Methodisch bietet das Medium eine große Vielfalt an Unterrichtsformen. Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Unterrichtsgespräche, Rechercheaufträge, Interviews, Diskussionen, Bildarbeit, Textanalysen, Mindmaps und kreative Aufgaben wechseln sich sinnvoll ab. Viele Arbeitsaufträge fördern eigenständiges Recherchieren, Argumentieren und Präsentieren. Besonders die Einbeziehung aktueller Stellungnahmen muslimischer Autorinnen und Autoren sowie von Islamwissenschaftlern eröffnet authentische Perspektiven und unterstützt einen sachgerechten Zugang zur Vielfalt islamischer Glaubensvorstellungen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem interreligiösen Lernen. Die Unterrichtseinheit stellt immer wieder Bezüge zwischen Islam, Judentum und Christentum her und arbeitet gemeinsame Wurzeln ebenso heraus wie unterschiedliche religiöse Traditionen. Die Beschäftigung mit Abraham, Jerusalem und dem gemeinsamen Weltethos fördert die Fähigkeit, Religionen miteinander in Beziehung zu setzen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede wertschätzend wahrzunehmen. Dadurch entwickeln die Lernenden Dialogfähigkeit, Empathie und Respekt gegenüber anderen religiösen Überzeugungen.


Das Medium eignet sich sowohl für zusammenhängende Unterrichtsreihen als auch für eine thematische Auswahl einzelner Kapitel. Die klar strukturierte Gliederung ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Lerngruppen. Besonders projektorientierte Lernformen, kooperative Arbeitsphasen sowie Diskussionen über gesellschaftliche Fragestellungen bieten vielfältige Möglichkeiten zur Differenzierung und fördern selbstständiges, reflektiertes und handlungsorientiertes Lernen. Gleichzeitig unterstützt die Unterrichtseinheit die Entwicklung demokratischer Kompetenzen, indem sie den respektvollen Umgang mit religiöser Vielfalt und den konstruktiven Dialog in einer pluralen Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt.

Zielgruppe & Einstieg: Die handlungsorientierten Aufgaben (z. B. Interview-Spiel, Mindmaps, Gruppenrecherchen) eignen sich gut zur Aktivierung von Vorwissen und zur Sensibilisierung für Vorurteile und Vorstellungen, die Schülerinnen und Schüler bereits haben. Ein Einstieg mit dem Interview-Spiel aus dem ersten Kapitel (Muslim*innen in Deutschland) kann das persönliche Erleben und die biografische Perspektive einbinden.

Differenzierung und Offenheit: Da das Material verschiedene Schwierigkeitsebenen enthält (grundlegende Erläuterungen, wissenschaftliche Zitate, weiterführende Impulse), kann man es für heterogene Lerngruppen gut differenzieren: etwa Grundtexte für alle, Zusatztexte oder vertiefende Aufgaben für leistungsstärkere Gruppen.

Methodenmix und Sozialformen: Das Konzept setzt auf wechselnde Sozialformen: Einzelarbeit (Texterarbeitung, Zusammenfassung), Partner- und Kleingruppenarbeit (Mindmaps, Recherche, Interviews), Plenumsgespräche, Ausstellung und Rundgang der erarbeiteten Ergebnisse. Auch stationenbasierte Bearbeitung einzelner Themenmodule ist möglich.

Verzahnung von Text und digitalem Material: Du kannst das Skript mit digitalen Elementen ergänzen, z. B. Online-Recherchen zu lokalen Moscheegemeinden, Videos mit muslimischen Jugendlichen oder Interviews, digitale Mindmap-Tools oder Padlets zur Sammlung von Aspekten des Gottesbildes oder der 5 Säulen.

Zeitliche Planung: Einige Module sind umfangreich; plane ggf. nur ausgewählte Einheiten (z. B. „Glaube an Gott“, „Koran“, „5 Säulen“) in einer Unterrichtsreihe ein. Die Kapitel sind so gestaltet, dass sie unabhängig nutzbar sind.

Anschlussfähigkeit und Dialogorientierung: Besonders der abschließende Abschnitt über gemeinsamen Grundethos und Brückenbauer (z. B. das „House of One“) bietet gute Gelegenheiten zur Reflexion und zum interreligiösen Dialog – etwa im Vergleich mit christlich-jüdischen Projekten oder dem eigenen Glaubensverständnis.

Evaluation und Reflexion: Am Ende der Einheit könnten Schülerinnen und Schüler einen kurzen Reflexionsbogen bearbeiten: Was habe ich gelernt, was hat mich überrascht, welche Fragen bleiben offen? Auch eine Feedbackrunde über den Einsatz der Methoden kann sinnvoll sein.

Hinweise zur Sensibilität: Bei diesem sensiblen Thema ist ein wertschätzender, offener und konfliktbewusster Umgang wichtig. Lehrpersonen sollten antizipieren, dass Fragen, Vorurteile oder sensible Themen (z. B. Geschlechterrolle, Kopftuch, Recht und Religion) auftauchen. Es ist ratsam, Gesprächsregeln festzulegen, ggf. anonymisierte Aspekte zu ermöglichen und Empathie zu fördern.


Muslimisches Leben in Deutschland

Die Lernenden führen Interviews über die Bedeutung von Religion für ihr Leben, gestalten Personenplakate und reflektieren religiöse Identität. Anschließend untersuchen sie die religiöse Vielfalt an ihrer Schule, führen Umfragen durch und entwickeln Ideen für ein respektvolles Zusammenleben. Außerdem setzen sie sich mit Vorurteilen über Musliminnen und Muslime auseinander und vergleichen Vermutungen mit Fakten.


Der Zentralrat der Muslime und muslimisches Leben in Deutschland

Die Lernenden recherchieren Aufgaben und Ziele des Zentralrats der Muslime sowie verschiedener Moscheegemeinden. Sie vergleichen unterschiedliche islamische Strömungen, informieren sich über liberale Moscheegemeinden und diskutieren Fragen von Integration, Religionsfreiheit und gesellschaftlicher Teilhabe.


Gehört der Islam zu Deutschland

Anhand aktueller Texte setzen sich die Lernenden mit gesellschaftlichen Debatten über den Islam auseinander. Sie analysieren Erfahrungen mit Diskriminierung, sprechen über Religionsfreiheit und entwickeln eigene Ideen für ein respektvolles Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft.


Der Glaube an den einen Gott

Die Lernenden erschließen die Schahada als Glaubensbekenntnis des Islam und vergleichen Aussagen über Gott mit den Gottesvorstellungen im Judentum und Christentum. Sie beschäftigen sich mit den Schönen Namen Gottes und reflektieren unterschiedliche Gottesbilder. Außerdem untersuchen sie die Bedeutung des Begriffs Islam und lernen den Sufismus als mystische Strömung kennen. Texte von Navid Kermani, Ahmad Milad Karimi und Annemarie Schimmel dienen als Gesprächsgrundlage.


Muhammad als Leitfigur

Die Lernenden beschäftigen sich mit dem Leben Muhammads, seiner Berufung zum Propheten und seiner Bedeutung für den Islam. Sie vergleichen seine Berufung mit Berufungsgeschichten aus der Bibel, analysieren historische Quellen und diskutieren die Wirkung Muhammads auf seine Anhänger. Dadurch erwerben sie historisches und religiöses Grundlagenwissen.


Der Koran

Die Lernenden lernen Aufbau, Entstehung und Bedeutung des Korans kennen. Sie untersuchen die Eröffnungssure und vergleichen den Koran mit Bibel und Tora. Dabei reflektieren sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei Buchreligionen.


Die Fünf Säulen des Islam

Die Unterrichtseinheit behandelt ausführlich das Glaubensbekenntnis, das tägliche Gebet, die Armenabgabe, das Fasten im Ramadan sowie die Wallfahrt nach Mekka. Die Lernenden erarbeiten die religiöse Bedeutung dieser Säulen und vergleichen sie mit religiösen Praktiken anderer Religionen.


Scharia und Kopftuch

Die Lernenden setzen sich mit der islamischen Gesetzgebung auseinander und unterscheiden religiöse Grundlagen von unterschiedlichen Auslegungen. Außerdem diskutieren sie die Bedeutung des Kopftuchs, die Stellung der Frau sowie aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen und lernen verschiedene muslimische Positionen kennen.


Abraham als gemeinsamer Stammvater

Die Lernenden entdecken Abraham als verbindende Gestalt von Judentum, Christentum und Islam. Sie vergleichen die jeweiligen Überlieferungen und erkennen gemeinsame religiöse Wurzeln. Dadurch wird interreligiöses Lernen besonders gefördert.


Jerusalem als heilige Stadt

Die Lernenden beschäftigen sich mit Jerusalem als gemeinsamer heiliger Stadt der drei monotheistischen Religionen. Sie lernen den Felsendom kennen und reflektieren die religiöse Bedeutung Jerusalems für Juden, Christen und Muslime.


Ausbreitung des Islam

Die Lernenden untersuchen die historische Ausbreitung des Islam, beschäftigen sich mit den rechtgeleiteten Kalifen sowie mit der Entstehung von Sunniten und Schiiten. Dabei erkennen sie historische Entwicklungen und deren Bedeutung bis in die Gegenwart.


Gemeinsames Weltethos

Die Unterrichtseinheit führt die Lernenden zu den gemeinsamen ethischen Grundlagen der Religionen. Sie vergleichen Werte wie Frieden, Gerechtigkeit, Mitgefühl und Verantwortung und erkennen, dass unterschiedliche Religionen viele gemeinsame ethische Überzeugungen teilen.


Brücken bauen zwischen den Religionen

Zum Abschluss beschäftigen sich die Lernenden mit Beispielen gelingenden interreligiösen Dialogs. Sie lernen Projekte wie das House of One kennen und diskutieren, wie sie selbst zum friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Religionen beitragen können. Dadurch werden Dialogfähigkeit, Toleranz und demokratische Handlungskompetenz gestärkt.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.2 Dem Islam begegnen. Auseinandersetzung und Toleranz.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.2 Leben mit anderen Religionen: Was die abrahamitischen Religionen verbindet.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Einblick nehmen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.