Thema Weg und Unterwegssein als Leitmotiv: Unterwegs sein ist eine starke Metapher im christlichen Glauben – Weg Jesu (Fasten, Kreuzweg, Auferstehung), Pilgerschaft, Lebensweg der Kinder. Das Heft lädt dazu ein, das Glaubensleben als einen Weg zu verstehen, nicht als fixen Status.
Christliche Zeit und Kirche erleben: Durch die Verbindung mit Fastenzeit, Karwoche und Ostern wird liturgisches Wissen vermittelt, die kirchliche Zeit erfahrbar gemacht. Kinder lernen, dass diese Zeiten nicht nur altkirchliche Rituale sind, sondern lebendige Glaubenserfahrungen.
Symbole und Heilige: Die Heilige Veronika dient als konkretes Vorbild für Barmherzigkeit und Mitgefühl. Symbole wie die Osterkerze, Kreuzwegstationen, das Licht und das Tuch ermöglichen, abstrakte Glaubensinhalte sinnlich und erfahrbar zu machen.
Diaspora & Gemeinschaft: Das Magazin spricht an, wie Kirche dort erlebt wird, wo Christen in der Minderheit sind, wie Gemeinschaft entsteht und was es heißt, nicht allein zu glauben.
Impuls auf die Erstkommunion: Das Motto „Du gehst mit!“ der Erstkommunionaktion wird eingebunden, sodass Kinder, die sich auf ihre Kommunion vorbereiten, eine Brücke zwischen liturgischer Feier und ihrem persönlichen Glaubensweg haben.
Methodische Hinweise:
Einstieg: Ein Bildimpuls – etwa ein Weg, der durch unterschiedliche Stationen führt (Natur, Kirche, Menschen) – oder ein kurzes Spiel: Kinder überlegen, welche Wege sie schon gegangen sind (fotografisch, geografisch, im Glauben). Fragen: „Was heißt es, unterwegs sein?“, „ Wohin gehe ich?“
Vorlese- und Gesprächsphase: Geschichte(n) der Ausgabe auswählen – z. B. zur Veronika oder zur Osterkerze – vorlesen und mit Kindern besprechen: Was hat Veronika getan? Wie wichtig sind kleine Gesten des Mitgefühls? Wie fühle ich mich auf meinem Weg?
Stationenarbeit / Gruppenarbeit:
1. Station „Kreuzweg & Veronika“: Kreuzwegstationen anschauen, verstehen, eigene Deutung; Veronika wegen ihres Tuchs am Kreuz – Bedeutung, Symbolik.
2. Station „Symbole rund um Ostern“: Osterkerze, Licht, Taufe, neue Lebenszeichen (Natur) – Bedeutung erforschen.
3. Station „Diaspora & Kirche unterwegs“: Was bedeutet Diaspora? Wie sieht Kirche aus, wenn sie nicht viele hat? Wie gestalten Menschen ihren Glauben in Gemeinden, die verstreut sind?
4. Station „Erstkommunionaktion ‚Du gehst mit!‘“: Was heißt das praktisch? Wie kann ich mich beteiligen, wie kann ich mitgehen?
Kreative Aufgaben: Die Bastelidee „Streichholzgeschichte für die Tasche“ eignet sich gut, um eine eigene Bildergeschichte zu Geschichten des Kreuzwegs oder anderen Wegen zu gestalten. Auch das Malen oder Gestalten von Wegsymbolen, Fußabdrücken, kleinen Wegschildern etc.
Reflexion & persönlicher Bezug:
– Gespräche darüber, wo Kinder auf ihren eigenen Wegen Jesus begegnen oder Begegnung wünschen.
– Aufgaben wie: „Wenn ich heute mit jemandem ‚unterwegs‘ wäre – wen würde ich mitnehmen?“
– Gebetsmomente: Für Menschen, die auf schwerem Weg sind (z. B. im Hospiz oder in Diaspora), oder Dank für Menschen, die mich begleiten.
Digitale Ergänzungen (ru-digital):
– Interaktive Versionen der Kreuzwegstationen (Bilder-Slideshows, Videos)
– Online-Puzzle/Rätsel zu Symbolen (Osterkerze etc.)
– Digitales Tagebuch: Kinder dokumentieren Wege, die sie gehen – Spaziergänge, Wege in der Familie, religiöse Wege
– Einsatz von virtuellen Exkursionen zu Kirchen in Diaspora-Gebieten, Interviews oder Podcasts mit Menschen, die Kirche in der Diaspora erleben
Differenzierung & Altersgerechtigkeit:
– Jüngere Kinder: viele Bilder, kurze Texte, geführte Aufgaben, Bastel- und Malaktionen
– Ältere Kinder: Verknüpfung mit biblischen Texten (z. B. Kreuzweg-Texte, Aussagen Jesu „Ich bin der Weg …“), tiefere Reflexion über Wege im Leben, ethische Fragen (z. B. wohin führt mein Weg, was heißt Verantwortung für andere unterwegs sein)
Zeitstruktur für eine Unterrichtseinheit (~90 Minuten):
1. Einstieg mit Bildimpuls und Gespräch über Wege/unseren Weg (ca. 15 Min)
2. Vorlesegeschichte + Symbolarbeit (ca. 20 Min)
3. Stationenarbeit parallel (ca. 30 Min)
4. Kreativer Teil (z. B. Basteln) oder Aktion (z. B. Weggestaltung, Einladung zum Mitgehen) (ca. 15 Min)
5. Reflexion, Gebet, Transfer (ca. 10 Min)