Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Anknüpfungspunkte. Es kann im Rahmen einer Unterrichtsreihe zur Zeitgeschichte oder zu Kirche und Staat eingesetzt werden. Methodisch empfiehlt es sich, das Video zunächst mit einem Arbeitsauftrag zu strukturieren, etwa durch Beobachtungsaufgaben (Welche Konflikte zwischen Kirche und Staat treten auf? Welche Chancen eröffneten die Kirchenräume für gesellschaftlichen Diskurs?). Im Anschluss können die Schüler:innen in Gruppenarbeit einzelne Aspekte vertiefen, z. B. die Rolle von Jugendweihe und Konfirmation, die Funktion der Friedensgebete oder die Frage, wie Glauben im Alltag unter staatlichem Druck gelebt werden konnte. Durch den Vergleich mit der Situation der Kirche in der Bundesrepublik wird der Kontrast zwischen Freiheit und Repression deutlich. Eine kreative Methode wäre die Arbeit mit fiktiven Zeitzeugeninterviews: Schüler:innen übernehmen die Perspektive von Jugendlichen in der DDR und reflektieren die Möglichkeiten und Grenzen religiöser Praxis. So wird das Video nicht nur informativ rezipiert, sondern in eine persönliche Auseinandersetzung mit Fragen von Glaube, Freiheit und gesellschaftlichem Engagement überführt.