Für den Religionsunterricht bietet dieses Medium eine Fülle an didaktischen Möglichkeiten: Es eröffnet den Blick auf die globale Dimension des Christentums und kann in Themenfeldern wie „Kirche in Geschichte und Gegenwart“ oder „Interreligiöse Begegnung“ eingesetzt werden. Methodisch lässt sich das Video sehr gut mit arbeitsteiligen Gruppenaufträgen kombinieren: Schüler:innen können in Kleingruppen einzelne Aspekte (z. B. Jesuiten, Inkulturation, Konflikte mit Kolonialmächten, Kritik an Zwangsbekehrung) erarbeiten und anschließend in einer Podiumsdiskussion zusammentragen. Ebenso eignet sich das Medium für eine kritische Quellenarbeit: Textstellen von Missionaren können mit den im Video dargestellten Positionen verglichen werden. Auch die Frage nach den Ambivalenzen der Mission – zwischen authentischem Glaubenszeugnis und imperialer Vereinnahmung – bietet Anknüpfungspunkte für eine ethische Urteilsbildung. So fördert das Video historisches Bewusstsein, interkulturelle Sensibilität und die Fähigkeit, kirchliches Handeln differenziert zu bewerten.