Das Video Für den katholischen Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders, um die Reformation nicht nur als theologische Auseinandersetzung, sondern auch als umfassenden Umbruch in Kirche und Gesellschaft zu verstehen. Didaktisch bietet sich eine mehrperspektivische Herangehensweise an: Schülerinnen und Schüler können die Reformation aus der Sicht verschiedener Akteure (Reformatoren, Fürsten, Bauern, kirchliche Autoritäten) nachzeichnen und deren Interessen und Motive vergleichen. Methodisch lässt sich das Medium gut in eine arbeitsteilige Gruppenarbeit einbinden, bei der einzelne Regionen (z. B. Deutschland, Skandinavien, Frankreich, Schweiz) untersucht und anschließend im Plenum zusammengeführt werden. Denkbar ist auch die Arbeit mit Kartenmaterial, um die geographische Dimension der Ausbreitung sichtbar zu machen, sowie die Diskussion über die Konsequenzen für die Ökumene heute. Eine kritische Reflexion kann darin bestehen, Chancen und Gefahren religiöser Bewegungen für Einheit und Vielfalt der Kirche zu diskutieren. Das Video stellt die zentralen Entwicklungen der Reformation dar, die von Wittenberg ausgehend weite Teile Europas erfasste. Es zeigt anschaulich, wie sich Luthers Lehre durch Predigten, Flugschriften und politische Bündnisse verbreitete, welche Rolle Fürsten, Städte und Druckereien spielten und wie unterschiedlich die Reformation in den einzelnen Regionen Europas aufgenommen und umgesetzt wurde. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen religiösen, politischen und gesellschaftlichen Faktoren sichtbar.