Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den katholischen Religionsunterricht, da es nicht nur historische Fakten vermittelt, sondern auch moralisch-ethische Fragen aufwirft. Es bietet Anknüpfungspunkte zur Auseinandersetzung mit Schuld, Verantwortung und Machtmissbrauch in kirchlichen und gesellschaftlichen Strukturen. Schülerinnen und Schüler können durch die Beschäftigung mit den Hexenverfolgungen kritisch reflektieren, wie Angst und Vorurteile zu Gewalt führen und welche Konsequenzen dies für ein christliches Menschenbild hat. Methodisch lässt sich das Medium einsetzen als Impulsfilm zu Beginn einer Unterrichtsreihe über Gewalt und Religion, im Rahmen einer Projektarbeit zu kirchlichen Schattenseiten oder in Verbindung mit Quellenarbeit (Hexenprozessakten, theologische Stellungnahmen). In Partnerarbeit oder Diskussionen können Lernende Perspektiven von Angeklagten, Richtern oder Theologen einnehmen und so historische Empathie entwickeln. Eine kreative Weiterarbeit könnte darin bestehen, heutige „Hexenjagden“ (z. B. in sozialen Medien) zu vergleichen und Verbindungen zur Gegenwart zu ziehen.