Für den Unterricht bietet das Medium eine Vielzahl an Anknüpfungspunkten. Es kann helfen, den
Lernenden die Ambivalenz der mittelalterlichen Missionsbewegung aufzuzeigen: einerseits das ehrliche Bemühen, den Glauben weiterzutragen, andererseits die Instrumentalisierung durch Machtinteressen, die zu Konflikten und Unterdrückung führte. Methodisch empfiehlt es sich, das Medium als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zu nutzen, um das Spannungsfeld von religiösem Auftrag und politischer Macht exemplarisch zu verdeutlichen. Denkbar ist auch eine Arbeit in Gruppen, bei der unterschiedliche Perspektiven (Mönche, Herrscher, Missionierte) erschlossen und in Rollenspielen oder Diskussionen dargestellt werden. Die Reflexion über die damalige Situation kann schließlich in einen Vergleich mit heutigen Fragen nach Mission, Evangelisierung und interreligiösem Dialog überführt werden. Dadurch lassen sich nicht nur historische Kenntnisse vertiefen, sondern auch ethische und theologische Urteilsfähigkeit fördern.