Für den Religionsunterricht bietet sich das Medium an, um den Schülerinnen und Schülern die enge Verflechtung von Kirche und Politik im Mittelalter erfahrbar zu machen. Methodisch eignet sich das Video sowohl für den Einstieg in eine Unterrichtseinheit über mittelalterliche Reichskirche und Papsttum als auch für eine Vertiefung, etwa im Zusammenhang mit Themen wie Kirchenmacht, Investiturstreit oder Reichsidee. Durch Stopps an ausgewählten Stellen können gezielt Querschnitte zur mittelalterlichen Theologie, zur Sakralisierung politischer Herrschaft oder zu religiösen Symbolen (z. B. Reichskrone, Kaisertum als von Gott legitimierte Ordnung) erarbeitet werden. Denkbar sind außerdem Arbeitsaufträge in Gruppen: etwa die Analyse der Rolle Barbarossas im Spannungsfeld von Papst und Kaiser oder die Frage, wie Friedrich II. die Vorstellung von Herrschaft und Glauben geprägt hat. In einem diskursiven Unterrichtsgespräch können Schülerinnen und Schüler Parallelen zur Gegenwart ziehen, indem sie über die Verbindung von Religion und Politik reflektieren. Auch kreative Methoden wie die Gestaltung eines mittelalterlichen Reichstags als Rollenspiel oder die symbolische Deutung mittelalterlicher Herrschaftszeichen eröffnen Lernenden einen vertieften Zugang.