Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige didaktische Möglichkeiten: Es eignet sich sowohl für die Primarstufe als auch für die Sekundarstufe I, um zentrale Aspekte christlicher Ethik und Glaubenspraxis zu thematisieren. Lehrkräfte können das Medium nutzen, um über Solidarität, Teilen und Verantwortung in Gemeinschaften ins Gespräch zu kommen. Methodisch bietet es sich an, die Erzählung mit kreativen Elementen zu verbinden: Rollenspiele zur Mantelteilung, Bildkartenarbeit oder ein szenisches Standbild lassen die Schülerinnen und Schüler die Botschaft des Heiligen Martin aktiv erfahren. Auch interreligiöse und interkulturelle Bezüge können hergestellt werden, etwa zur Frage, wie in unterschiedlichen Traditionen Nächstenliebe praktiziert wird. In höheren Klassen ist es möglich, den historischen Kontext (römische Kaiserzeit, frühes Christentum) kritisch zu beleuchten und den Bischof Martin als Modellfigur für christliches Handeln in gesellschaftlicher Verantwortung zu diskutieren. Das Medium ist damit sowohl für projektorientierte Einheiten rund um den Martinstag als auch für thematische Sequenzen zu Heiligen, Vorbildern oder christlicher Sozialethik gewinnbringend einsetzbar.