Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders, um den Schülerinnen und Schülern die Entstehung und Bedeutung von Dogmen näherzubringen. Der Arianische Streit kann exemplarisch aufzeigen, dass christlicher Glaube nicht zeitlos und statisch vorliegt, sondern in Konflikten, Diskussionen und auch politischen Auseinandersetzungen Gestalt gewinnt. Methodisch empfiehlt es sich, das Video zunächst als Einführung zu nutzen, um die historische Ausgangssituation und die Positionen der Streitparteien zu verdeutlichen. Anschließend können die Lernenden in Gruppenarbeit unterschiedliche Rollen (Arius, Athanasius, Kaiser Konstantin, Konzilsväter) übernehmen und eine kurze Debatte inszenieren. So wird erfahrbar, dass Glaubensaussagen nicht selbstverständlich, sondern Ergebnis intensiver Auseinandersetzung sind. In einer vertiefenden Phase lässt sich der Bezug zum Glaubensbekenntnis der Messe herstellen, wodurch deutlich wird, wie sehr dieser Streit bis heute nachwirkt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Frage nach „Wer ist Jesus Christus?“ ins Heute zu übertragen und die Relevanz dieser Antwort für die persönliche Glaubenshaltung zu reflektieren.