Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige didaktische Anknüpfungspunkte. Schülerinnen und Schüler können sich durch die anschauliche Darstellung in die historische Situation hineinversetzen und erkennen, wie stark religiöse Entwicklungen von politischen Rahmenbedingungen geprägt sind. Methodisch eignet sich das Medium für einen Einstieg in die Kirchengeschichte, indem es zentrale Wendepunkte in verdichteter Form darstellt. Es empfiehlt sich, das Video zunächst in voller Länge anzuschauen, anschließend aber in Arbeitsgruppen einzelne Schwerpunkte (z. B. Christenverfolgung, Konstantin, Nicäa, Theodosius) zu bearbeiten und in Form von Kurzpräsentationen oder Plakaten zu vertiefen. Eine Diskussion über die Chancen und Risiken der Verflechtung von Kirche und Staat kann die historische Perspektive mit aktuellen Fragen (z. B. Verhältnis von Religion und Politik heute) verbinden. Als kreative Methode bietet sich zudem ein Rollenspiel an, in dem die Positionen von Christen in der Verfolgung, kaiserlichen Politikern oder Konzilsvätern nachgestellt werden. So werden historische Inhalte lebendig und fördern zugleich Urteilsbildung sowie Perspektivwechsel.