Didaktisch eröffnet das Medium vielfältige Zugänge, um historische Entwicklungen kritisch zu reflektieren und Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Es eignet sich für die Oberstufe, kann aber auch in der Sekundarstufe I eingesetzt werden, um die Schülerinnen in die Kirchengeschichte einzuführen. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine Erschließung des Mediums in Partner- oder Gruppenarbeit, etwa indem einzelne Abschnitte oder Szenen analysiert und mit Leitfragen bearbeitet werden: Welche Chancen ergaben sich für die Kirche durch Konstantins Politik? Welche Gefahren gingen von der Nähe zur Macht aus? Im Plenum können die Ergebnisse zusammengetragen und in Form einer Pro-Contra-Debatte verdichtet werden. Ebenso kann ein Rollenspiel zum „Edikt von Mailand“ oder zur Situation verschiedener Gruppen (Christinnen, Heiden, römische Amtsträger) die Perspektivübernahme fördern. Ein Vergleich zur heutigen Situation von Kirche und Staat eröffnet schließlich die Möglichkeit zur Aktualisierung: Welche Rolle sollte Religion in Politik und Gesellschaft spielen? Somit trägt das Medium zur Entwicklung historischer Urteilskompetenz, zur ethischen Reflexionsfähigkeit und zur Auseinandersetzung mit der eigenen religiösen Position bei.